Handel + Konsumgüter
Spielzeug wird zu Weihnachten teurer

Schlechte Nachrichten für Eltern, Großeltern und Kinder: In den nächsten Monaten werden Plüschtiere, Puppen und Rennautos teurer. Grund seien gestiegene Rohstoff- und Transportkosten. Ob die Branche die Preissteigerungen voll an die Kunden weitergeben wird, ist derzeit unklar. Der Druck auf die Spielwarenhersteller steigt.

NÜRNBERG. Wegen der gestiegenen Rohstoff- und Transportkosten hätten bereits einige Spielzeugmarken Preiserhöhungen angekündigt, sagte Achim Weniger, Vorstand des Händlerverbunds Vedes, in Nürnberg. Wie viel die Käufer mehr berappen müssen, sei noch unklar, betonte der Manager.

Angesichts des Konkurrenzkampfs in der Branche lasse sich nicht sagen, ob die Händler die Preissteigerungen voll an die Kunden weitergeben können. Der fränkische Spielwarenhersteller Playmobil hat gerade seine Preise nach eigenen Angaben um 2,5 Prozent erhöht. Bitter für die Branche: Weil die Löhne in Asien niedriger sind als in Europa, kommen die meisten Spielwaren längst aus Ländern wie China oder Vietnam. Die hohen Spritpreise verteuern den Transport aber erheblich.

Für die Spielzeugläden sind Preissteigerungen katastrophal, weil sie Käufer abschrecken könnten. Die Branche steht massiv unter Druck. Vergangenes Jahr kletterte der Umsatz mit traditionellem Spielzeug nach Berechnungen der Marktforscher von Eurotoys zwar um rund ein Prozent auf 2,2 Mrd. Euro. Bereinigt um die dreiprozentige Mehrwertsteuererhöhung ergibt sich aber ein leichter Rückgang. Seit Jahren wächst nur das Geschäft mit Elektronik.

Die Flaute spürt auch die Vedes, Europas größter Verbund von Spielwaren-Fachhändlern. Der Umsatz in den 1 150 Läden der Nürnberger Genossenschaft stagnierte im vergangenen Jahr bei 520 Mill. Euro.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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