Spielzeughandel
Vedes setzt auf Online-Handel

Durch den Handel im Internet will der Spielzeughändler 2013 ein Umsatzplus erzielen. Rund ein Fünftel des Umsatzes macht Vedes inzwischen online. Aber das ist nicht der einzige Markt, der den Konzern hoffen lässt.
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NürnbergDer Spielzeuggroßhändler Vedes will künftig verstärkt auf den Online-Handel setzen und damit in diesem Jahr ein Umsatzwachstum von ein bis zwei Prozent erreichen. Die bisherige Geschäftsentwicklung stimme zuversichtlich, berichtete Vorstandschef Thomas Märtz am Freitag in Nürnberg. Bis Ende Mai – also lange vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft – habe sich der Umsatz mit dem Spielwarenverkauf in den 1150 Vedes-Mitgliedsgeschäften auf Vorjahresniveau bewegt. Händler würden nach schwacher Nachfrage zum Jahresende 2012 inzwischen kräftig ordern.

Mit dem Einstieg in den Online-Handel reagiert der Vedes-Konzern nach Angaben von Vertriebsvorstand Achim Wenger auf die wachsende Bedeutung des Internetgeschäfts im Spielwarenhandel. Inzwischen werde 20 bis 25 Prozent des Branchenumsatzes online gemacht. Beim Internetgeschäft arbeitet der Spielzeughändler inzwischen mit rund 120 Mitgliedsunternehmen zusammen. Die Vedes-Gruppe stellt dabei den Laden im Internet, die Bestellungen werden aber über einen Vedes-Fachhändler in Kundennähe abgewickelt. Damit sei garantiert, dass der Online-Umsatz vom Fachhändler vor Ort gemacht werde.

Wegen des wegbrechenden Geschäfts beim Spielwarenhandel vor Ort hatte Vedes im vergangen Jahr Einbußen hinnehmen müssen. Der Umsatz der angeschlossenen Spielwarenhändler (Thekenumsatz) schrumpfte europaweit um 1,0 Prozent auf 477 Millionen Euro. In Deutschland verringerte sich der Verkaufserlös entgegen dem Branchentrend um 1,5 Prozent auf 562 Millionen, berichte Märtz. Den Konzerngewinn vor der Ausschüttung an die Mitglieder bezifferte er mit 4,0 Millionen Euro – 1,4 Millionen weniger als 2011.

Beim Weihnachtsgeschäft setzt Vedes vor allem auf Trends, die von Kinderfilmen und TV-Serien gesetzt werden. Umsatzhoffnungen verbindet das Unternehmen auch mit den in diesem Jahr neu auf den Markt kommenden Computer-Spielkonsolen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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