Spirituosenhersteller

Der Grexit – eine Schnapsidee

Die Griechenland-Krise als Schnapsidee: Ein Spirituosenhersteller hat sich die Markenrechte für den Begriff „Grexit“ gesichert. Bereits in den kommenden Wochen soll der Lemon-Wodka-Likör unter den Namen erhältlich sein.
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Wenn Griechenland wirklich aus dem Euro aussteigt, ist ein westfälischer Spirituosenunternehmer vorbereitet. Quelle: ap
Der Grexit droht

Wenn Griechenland wirklich aus dem Euro aussteigt, ist ein westfälischer Spirituosenunternehmer vorbereitet.

(Foto: ap)

DüsseldorfDie Grexit-Vorbereitungen laufen – zumindest bei dem westfälischen Unternehmer Uwe Dahlhoff. Bereits Ende Januar hat sich Dahlhoff gemeinsam mit einem Geschäftspartner beim Deutschen Patent- und Markenamt die Marke Grexit schützen lassen, berichtet die Wirtschaftswoche.

Seitdem plant das Duo den Grexit: einen, wie Dahlhoff dem Magazin sagte, „europäischen Lemon-Wodka-Likör“ mit 16 Volumenprozent, abgefüllt in kleinen Flaschen. In den kommenden Wochen will Dahlhoff den Verkauf starten.

Sollte ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone Realität werden, will er gemeinsam mit Gastronomen Grexit-Partys veranstalten, „mit griechischer sowie internationaler Gute-Laune-Musik“. Der Unternehmer hat bereits in der Vergangenheit Spirituosen mit politischen Anspielungen auf den Markt gebracht, darunter die Schnäpse „Helmuts Birne“ und „Erichs Rache“.

Sollen wir Griechenland im Euro halten?
Joseph Stiglitz
1 von 10

„Ein wenig mehr Realitätssinn bei den Gläubigern könnte die Basis sein für eine Einigung, die nicht nur gut für Griechenland ist, sondern für ganz Europa.“

Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger 2001

Paul Krugman
2 von 10

„Die echte Gefahr für den Euro ist doch nicht, dass Griechenland nach dem Grexit abstürzt, sondern dass es Erfolg hat. […] Denkt darüber nach, ihr Gläubiger: Wollt ihr wirklich diesen Weg gehen?“

Paul Krugman, Nobelpreisträger 2008

Larry Summers
3 von 10

„Eine Pleite Griechenlands und die Auswirkungen für Europa sind ein Experiment, das niemand ausprobieren möchte.“

Beatrice Weder di Mauro
4 von 10

„Ein Grexit wäre ein monumentales Eigentor für Griechenland selbst. Ließe man diesen Präzedenzfall zu, könnte man als Konsequenz für die Euro-Zone schwer sagen, wie sich das auf andere Austritts-Spekulationen auswirken würde.“

Beatrice Weder di Mauro, Ökonomin und UBS-Verwaltungsrat

Marcel Fratzscher
5 von 10

„Ein Grexit ist die denkbar schlechteste Option, sowohl für Griechenland als auch für Europa.“

Marcel Fratzscher, Präsident des DIW

Clemens Fuest
6 von 10

„Die Regierung Tsipras wird sich auch an neu vereinbarte Auflagen nicht halten. […] Deutschland sollte über schon vergebene Kredite und die Konditionen verhandlungsbereit sein, aber keinesfalls neue Kredite vergeben.“

Clemens Fuest, ZWE-Chef und künftiger ifo-Präsident

Dennis Snower
7 von 10

„Stattdessen sollten die Gläubiger den freiwilligen Austritt Griechenlands aus dem Euro 'erkaufen'. [...] Ein solcher Schritt wäre auch ein echter Neuanfang für die restliche Euro-Zone.“

Dennis Snower, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft

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