Spitzengespräch ohne Einigung über Flächentarif
Beschäftigungssicherung bei der Bahn angestrebt

Bei einem Spitzengespräch zwischen Bahnchef Hartmut Mehdorn und den Vorsitzenden der Bahngewerkschaften um Arbeitszeitverlängerung hat es am Montag in Frankfurt wie erwartet keine Einigung gegeben. Grundsätzlich wollen beide aber einen weiteren Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen festschreiben.

HB FRANKFURT. Bei dem Spitzengespräch vereinbarten beide Seiten entsprechende Gespräche über einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung. Bislang gilt ein Beschäftigungsbündnis bis Ende 2004.

Vergangene Woche war die erste Verhandlungsrunde ohne Annäherung vertagt worden. Daraufhin war das Spitzengespräch anberaumt worden. Ein Termin für die Fortsetzung der Tarifverhandlungen für die 150 000 Beschäftigten steht noch nicht fest. Mehdorn sagte, das Gespräch sei „sehr konstruktiv“ verlaufen. Man stehe am Anfang eines guten Weges. Transnet-Chef Norbert Hansen bezeichnete die Gespräche als ein Mittel zur Verbesserung des Klimas. Die Mitarbeiter der staatseigenen Bahn hätten allerdings ihren Beitrag bereits geleistet, um die Bahn börsenfähig zu machen. „Wir gehen unerschrocken in die Gespräche.“

Zur Forderung der Bahn nach Rückkehr zur 40-Stunden-Woche sagte Mehdorn, die Arbeitszeit sei einer der Stellhebel, an denen etwas geschraubt werden könne. Transnet hatte dagegen vor den Gesprächen unterstrichen, dass die Gewerkschaften keine generelle Arbeitszeitverlängerung auf 40 von bisher 38 Stunden mitmachen würden. „Der Zug der Deutschen Bahn AG wird nicht in Richtung 40- Stunden-Woche fahren“, sagte Hansen.

Mehdorn erklärte erneut, dass die Bahn nach seiner Auffassung Wettbewerbsnachteile gegenüber ihren Konkurrenten auf der Schiene, der Straße, dem Wasser und der Luft habe. Mit dem Tarifvertrag solle eine Angleichung der Arbeitskosten an den Wettbewerb erreicht werden. In den Gesprächen mit insgesamt drei Gewerkschaften geht es um rund 150 000 der insgesamt 243 000 Konzernbeschäftigten. Nicht betroffen sind Beamte und das Personal der Speditionstochter Schenker.

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