Sportartikel
Adidas geht die Puste aus

Die Rekordjagd der Sportartikel-Herstellers Adidas ist offenbar vorbei. Fürs vergangene Jahr kann das Unternehmen zwar noch satte Steigerungen von Umsatz und Gewinn vorweisen. Aber 2009 sieht es düster aus. Vor allem macht die große Konzerntochter aus den USA Sorgen.

HB HERZOGENAURACH. Die Rekordjagd des Sportartikel-Herstellers Adidas geht voraussichtlich 2009 zu Ende. Vergangenes Jahr erzielte der Konzern aus dem fränkischen Herzogenaurach zwar noch neue Bestwerte bei Umsatz und Gewinn, doch für 2009 gibt er sich wegen der weltweiten Rezession vorsichtig und rechnet mit Minuszeichen.

Der Überschuss kletterte im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 642 Mio. Euro, der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 10,8 Milliarden, wie Adidas am Mittwoch mitteilte. Das Unternehmen lag damit leicht über den Analystenerwartungen und steigerte den Gewinn zum achten Mal in Folge um mindestens zehn Prozent. 2008 trug neben einer geringeren Steuerquote vor allem die Fußball-Europameisterschaft zum Erfolg bei. Adidas rüstete mit Deutschland und Spanien beide Finalisten aus.

Der Sportartikelhersteller ist unzufrieden mit der Entwicklung der US-Tochter Reebok. Er sei "enttäuscht", dass Reebok nicht die Entwicklung aufweisen könne, die sich der Konzern noch Anfang vergangenen Jahres erhofft hatte, sagte Adidas-Chef Herbert Hainer am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz.

Adidas hatte Reebook 2006 für mehr als drei Milliarden Euro gekauft und versucht seitdem die Marke wieder auf Spur zu bringen. 2008 ging der Reebok-Umsatz um acht Prozent zurück. Operativ schrieb die Tochter rote Zahlen. Adidas will Reebok im laufenden Jahr noch stärker in der Frauen-Fitness etablieren.

Für 2009 rechnet Adidas mit einem geringeren Gewinn je Aktie und einer niedrigeren Marge. Gründe dafür seien unter anderem der Preisdruck in der Branche sowie höhere Beschaffungskosten. Der Umsatz dürfte währungsbereinigt um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentsatz sinken. Insgesamt sei das Jahr 2009 aber mit einem "hohen Grad an Ungewissheit" versehen, hieß es. Auch die zuletzt stark schwankenden Währungen könnten das Ergebnis deutlich beeinflussen.

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