Sportartikel
Greenpeace kritisiert etliche Outdoorausrüster

Outdoor-Kleidung enthält nach einem Greenpeace-Report Schadstoffe, die Umwelt und Gesundheit schaden können. Die Firmen betonen, die Kleidung könne ohne Risiko getragen werden.
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HamburgWetterfeste Kleidung namhafter Hersteller dünstet nach einer Untersuchung der Umweltorganisation Greenpeace noch immer potenziell schädliche Chemikalien aus. Bei der Analyse von 15 Outdoor-Jacken und zwei Handschuhen seien alle Proben mit per- und polyfluorierten Kohlenwasserstoffen (PFC) belastet gewesen, teilte Greenpeace am Donnerstag mit. Einige PFC können das Immunsystem und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen sowie zu Schilddrüsenerkrankungen führen. Der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie betonte, dass das Tragen der Produkte die Verbraucher nicht gefährde. Die Hersteller arbeiteten an Alternativen. Doch die Funktionskleidung sei ohne die Chemikalien noch nicht genauso leistungsfähig.

„Die Outdoor-Branche wirbt nach wie vor mit unberührter Natur“, kritisierte Manfred Santen, Chemieexperte von Greenpeace. „Aber ihre Kleidung enthält Schadstoffe, die sich inzwischen rund um den Globus nachweisen lassen.“ Das sei vor allem ein Problem in den Produktionsländern. „Aber auch bei uns finden wir PFC in der Umwelt, im Trinkwasser und im menschlichen Blut.“

Lena Vierke, Expertin beim Umweltbundesamt, erklärte: „Die Verbraucher sind aber nicht akut gefährdet. Von Besorgnis ist für uns die Freisetzung der PFC in die Umwelt.“ Die Wirkweise sei eher langfristig zu sehen, weil die Stoffe in die Umwelt gelangten und die Menschen sie dann irgendwann wieder aufnehmen könnten.

PFC lassen laut Greenpeace Wasser und Schmutz von Outdoor-Kleidung abperlen und finden sich auch in den innenliegenden Membranen. Nach Angaben des Umweltbundesamtes gibt es für die meisten PFC keine festgeschriebenen Grenzwerte. Eine Ausnahme ist die zu dieser Gruppe gehörende Perfluorsulfonsäure (PFOS). Greenpeace fand diese Substanz in den Handschuhen „Artic Mitten“ des Schweizer Herstellers Mammut. Der gesetzliche Grenzwert von einem Mikrogramm pro Quadratmeter sei dabei um das Neunfache überschritten worden.

Unternehmenssprecher Harald Schreiber erklärte: „Wir nehmen das Thema sehr ernst.“ Das Produkt werde derzeit in einem Labor überprüft. Ein Ergebnis werde erst in der kommenden Woche erwartet. „Bis zur Klärung der Vorwürfe werden wir das Produkt aus den Regalen nehmen.“

Die Hersteller sind sich des PFC-Problems bewusst und erklären, dass sie gemeinsam an Lösungen arbeiten. „Wir sind in der Übergangsphase“, sagte der Sprecher des Outdoor-Ausrüsters Jack Wolfskin, Thomas Zimmerling. Die Umstellung auf PFC-freie Ausrüstungen solle in seinem Unternehmen ab Sommer 2014 sukzessive erfolgen.

Laut Greenpeace gibt es auf dem Markt bereits jetzt Möglichkeiten, bei Outdoor-Kleidung eine Schadstoffbelastung zu vermeiden. Dazu zählten Jacken mit PFC-freien Membranen oder Imprägnierungen aus Polyester und Polyurethan. „Vor dem Kauf sollten Verbraucher prüfen, ob sie eine Jacke für den Gipfelsturm oder den Spaziergang benötigen. Die schadstofffreien Jacken genügen fast immer“, so Santen. Die Sprecherin des Herstellers Schöffel, Ilka von Goerne, betonte, die Qualität sei aber nicht dieselbe. „Wenn sie die Jacke einmal waschen, ist die nicht mehr dicht. Im Moment gibt es noch keine Alternativen, aber es wird intensiv gesucht.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Nun regen sich diese selbsternannten "Experten" von Greenpeace darüber auf, dass manche Chemikalien in der Kleidung vielleicht irgendwann mal gesundheitsschädlich sein könnten.

    Dabei sind Greenpeace & Co die Leute, die schlimmen Schaden anrichten. Die sind doch dafür verantwortlich, dass wir Deutschen jedes Jahr 'zig Milliarden für Ökostrom verschwenden und trotzdem unser CO2-Ausstoß steigt. Mit diesem Geld hätte man wahnsinnig viele Menschenleben retten können, z.B. im deutschen Gesundheitswesen.

    Menschen sind den Greenpeace-Leuten offenbar egal. Ihnen geht es vorrangig um eitle Selbstdarstellung (!), was man auch an den "spektakulären" Aktionen sieht.


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