Sportartikel-Händler

Intersport-Vorstand Schnell legt Mandat nieder

Aus privaten Gründen legt Intersport-Vorstand Jochen Schnell sein Mandat nieder. Wie die ganze Sporthandelsbranche ist auch Intersport unter Druck, neue Online-Konkurrenz setzt dem stationären Handel zu.
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Intersport-Vorstand legt sein Amt nieder. Quelle: dpa
Jochen Schnell

Der Vorstand Ware und Markt bei der Intersport eG scheidet aus der Chefetage aus.

(Foto: dpa)

HeilbronnBeim Sportartikel-Händler Intersport scheidet Warenvorstand Jochen Schnell (51) aus der Chefetage aus. Der 51-Jährige lege sein Mandat zum Monatsende aus privaten Gründen nieder, teilte die Genossenschaft am Mittwoch in Heilbronn mit. Ein Nachfolger stehe noch nicht fest.

Wie die ganze Sporthandelsbranche ist auch Intersport unter Druck, neue Online-Konkurrenz setzt dem stationären Handel zu. Die Firma entwickelt derzeit eine Online-Plattform mit größerem Warenangebot.

Die größten Sportartikelhersteller der Welt
Platz 9: Billabong
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Die australische Sportmodefirma ist vor allem als Surf-Marke bekannt, stellt aber auch Produkte unter anderem für Skater und Snowboarder her. Die börsennotierte Firma machte 2015 einen Jahresumsatz von 0,7 Milliarden Euro. (Geschäftsjahr endete am 30.6.2015)
Quelle: Unternehmensangaben

Platz 8: Columbia Sportswear
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Die Columbia Sportswear Company wurde 1938 in als Columbia Hat Company von dem aus Deutschland geflohenen Textilfabrikant Paul Lamfrom gegründet. Mittlerweile sind die US-Amerikaner vor allem für Outdoorkleidung und Skimode bekannt. 2015 verzeichnete Columbia Sportswear einen Rekordumsatz von 2,1 Milliarden Euro.

Platz 7: Asics
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„Eine gesunde Seele in einem gesunden Körper“ – das ist die Übersetzung des berühmten lateinischen Spruchs: „Anima Sana in Corpore Sano“, abgekürzt Asics. Trotz Wahlspruch in Latein: Der weltweit bekannte Sportschuh- und Bekleidungshersteller ist ein japanischer Konzern. 2015 machte er einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro.

Platz 6: Puma
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1948 gründete Rudolf Dassler die Puma Rudolf Dassler Schuhfabrik in Herzogenaurach. Zuvor hatte er sich mit seinem Bruder Adolf zerstritten, der seine eigene Firma gründete: Adidas. Seit 2007 befindet sich Puma mehrheitlich im Besitz des französischen Konzerns Kering – 2015 verbuchte der Sportartikelhersteller einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro.

Platz 5: New Balance
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In den 70er-Jahren kaufte der immer noch als CEO aktive Milliardär James Davis den Laufschuhexperten New Balance. Er baute das hauptsächlich durch Mundpropaganda und Fachmessen bekannte Unternehmen zu einem Sportartikelhersteller von Weltrang aus. 2015 machte der im US-amerikanischen Boston ansässige Konzern einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro.

Platz 4: Under Armour
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Der US-amerikanische Sportartikelhersteller machte sich als Marke für Kampfsportbekleidung und Thermo-Sportunterwäsche einen Namen. Auch im deutschen Fußball ist Under Armour aktiv: Von der Saison 2008/09 bis 2011 war der Konzern offizieller Ausrüster von Hannover 96, seit 2016/17 ist er Ausrüster des Zweitligisten FC St. Pauli. 2015 machte das Unternehmen, das bisweilen für seine Nähe zum US-Verteidigungsministerium und seine Kooperation mit Jägern in der Kritik steht, einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro.

Platz 3: VF Corporation
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Die US-Amerikaner sind einer der größten Bekleidungshersteller der Welt und Marktführer unter anderem bei Jeanshosen. Unter dem Dach des Konzerns vereinen sich Marken wie beispielsweise Eastpak und der Outdoor-Spezialist The North Face. Das Unternehmen machte 2015 einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro.

Intersport hat in Deutschland mehr als 900 Händler mit knapp 1500 Geschäften. 2016 kam das Unternehmen hierzulande auf einen Jahresumsatz von 2,9 Milliarden Euro – es gab ein Mini-Plus von nur einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bis Ende August 2017 blieben die Erlöse nach Firmenangaben auf dem Vorjahresniveau. Ein Sprecher begründete das ausgebliebene Umsatzwachstum damit, dass es kein sportliches Großereignis wie eine Fußball-EM gab. Angaben zum Gewinn macht Intersport nicht.

  • dpa
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