Sportartikel-Hersteller boomt
Nike spurtet Adidas davon

Steigendes Wachstum in China und im nordamerikanischen Heimatmarkt bescheren Nike Gewinnzuwächse. Selbst dem starken Dollar lief der Sportausrüster davon. Mit den Zahlen übertraf das Unternehmen die Markterwartungen.

BeavertonBoomende Geschäfte in China und auf dem Heimatmarkt sorgen beim weltgrößten Sportausrüster Nike für volle Auftragsbücher. Die Bestellungen der Marke Nike seien für Dezember bis April währungsbereinigt um ein Fünftel seit dem 30. November gestiegen, teilte der Adidas -Konkurrent in der Nacht zu Mittwoch mit. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 13,6 Prozent gerechnet. Die Nike-Aktie legte nachbörslich fast drei Prozent zu. Die Höhe der künftigen Order gilt als Maßstab für die Nachfrage.

Im Großraum China sprangen die Bestellungen trotz der Belastung durch ungünstigere Währungskurse sogar um 34 Prozent in die Höhe - ein Plus, welches seit zwei Jahren nicht mehr erreicht worden war. Damit zahlt sich die Offensive des Branchenführers aus, der zuletzt seine Filialen in der zweitgrößten Volkswirtschaft hinter den USA umgestaltete und stärker auf den Onlinehandel setzte. Damit zerstreute Nike auch Sorgen, dass das abflachende Wirtschaftswachstum in der Volksrepublik die Nachfrage dämpfen könnte.

Im größten Nike-Markt Nordamerika gab es in Umsatzplus von neun Prozent auf knapp 3,55 Milliarden Dollar. In Westeuropa schlug der Dollar-Effekt durch und sorgte für einen Rückgang um ein Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Dollar. Der stärkere Dollar lässt Einnahmen in anderen Währungen bei der Umrechnung für die Bilanz niedriger wirken.

Nike kam vor allem sein Geschäft mit teuren Sportschuhen zu Gute wie der anhaltende Trend, dass Kunden verstärkt auch in der Freizeit Sportkleidung tragen. Im zweiten Quartal zu Ende November stieg der Umsatz um etwa vier Prozent auf fast 7,7 Milliarden Dollar. In Westeuropa und Japan lief es dabei im Vorweihnachtsgeschäft weniger rund. Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen von 7,69 Milliarden Dollar gerechnet. Der Gewinn kletterte auch wegen geringerer Steuern um ein Fünftel auf 785 Millionen Dollar.

Bei der Marke Converse ging das Geschäft um acht Prozent auf 398 Millionen Dollar zurück. Nike übertraf mit den Zahlen die Markterwartungen beim Ergebnis pro Aktie und verfehlte knapp die Umsatzprognose.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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