Sportartikelhersteller
Nike hängt Adidas ab

Während Adidas schwächelt, ist Nike im Aufwind. Konzernchef Parker hat den US-Sportartikelriesen wieder auf Kurs gebracht. Die Marke mit dem „Swoosh“ konnte sogar die Rabatte reduzieren – und legt trotzdem zu.
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BeavertonAdidas hinkt Nike hinterher: Mit rasantem Wachstum in Nordamerika und Europa baut der US-Sportartikelhersteller den Vorsprung auf seinen deutschen Rivalen aus. Während Adidas und Puma als Zweit- und Drittplatzierte in der Weltliga mit zahlreichen Problemen kämpfen, kann Marktführer Nike mit steigenden Gewinnen und Umsätzen glänzen. Besonders bitter für Adidas-Chef Herbert Hainer: Nike legt auch am boomenden russischen Markt deutlich zu. Adidas dagegen musste unlängst wegen Schwierigkeiten mit einem dortigen Vertriebszentrum die Gewinnprognose kassieren.

Anders als die Konkurrenten konnte Nike auch Belastungen durch schwache Währungen in wichtigen Absatzmärkten weitgehend abschütteln. Mit dem Überschuss, der im ersten Geschäftsquartal um 38 Prozent auf 780 Millionen Dollar (578 Millionen Euro) kletterte, übertraf Nike die Prognosen von Experten. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf knapp sieben Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Nike punkte mit seinem breiten Sortiment, sagte Konzernchef Mark Parker. Die in den vergangenen Monaten eingeführten Schuhe und Fußball- sowie Lauf-Trikots verkauften sich gut. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt. Die weltweiten Bestellungen für die kommenden Monate liegen um zehn Prozent höher als vor einem Jahr. Weil Nike weniger Ware mit Rabatten losschlagen musste und Baumwolle billiger einkaufen konnte, blieb unter dem Strich mehr vom Umsatz übrig: Die Marge stieg um 1,2 Punkte auf 44,9 Prozent.

Nike-Aktien gewannen im vorbörslichen US-Handel am Freitag 6,7 Prozent. Die in Frankfurt gelisteten Titel notierten sogar 6,9 Prozent fester.

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