Sportartikelhersteller: Nike kennt keine Krise

Sportartikelhersteller
Nike kennt keine Krise

Sportschuhe und Trikots verkaufen sich weltweit offenbar blendend. Der US-Konkurrent von Adidas und Puma trotzt der miesen Stimmung in Amerika vor allem dank steigender Einnahmen in Asien.
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HB. NEW YORK. Nike ist weiter in guter Form. Im ersten Geschäftsquartal (Ende August) verkaufte der weltgrößte Hersteller von Sportartikeln deutlich mehr T-Shirts, Schuhe und Hosen als vor einem Jahr. "Wir hatten ein großartiges erstes Quartal", fasste Konzernchef Mark Parker am Donnerstag in Beaverton (US-Bundesstaat Oregon) zusammen.

Der Umsatz des Adidas - und Puma-Rivalen verbesserte sich um acht Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar (3,9 Milliarden Euro). Der Gewinn legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf unterm Strich 559 Millionen Dollar zu. Das Management hatte in der Wirtschaftskrise das Unternehmen umgebaut und profitiert jetzt von den Einsparungen.

Dank eines dicken Auftragspolsters dürfte der Lauf anhalten: Die Kunden bestellten für September bis Januar Waren im Wert von 7,1 Milliarden Dollar. Das sind zehn Prozent mehr Aufträge als noch vor einem Jahr. Besonders in den Schwellenländern mit China an der Spitze griffen die Kunden zu Schuhen und Bekleidung aus dem Hause Nike. Auch Nordamerika lief stark. Europa orderte leicht unterdurchschnittlich. Die Aktie stieg nach Börsenschluss in New York um fast drei Prozent. Mit einem derart guten Abschneiden hatten die Analysten nicht gerechnet.

Die gesamte Branche hatte mit der Wirtschaftskrise zu kämpfen gehabt und mit Stellenstreichungen reagiert. Gestützt von der wirtschaftlichen Erholung und der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika wendete sich das Blatt aber um den Jahreswechsel. Auch Adidas hatte zuletzt glänzende Zahlen vorgelegt, Puma indes wuchs langsamer.

Adidas hatte jedoch auch einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz: Die Herzogenauracher waren offizieller WM-Sponsor und schon alleine durch ihren Ball stets auf dem Spielfeld präsent. Adidas stattete zwölf Teams aus, Nike neun und Puma sieben. Nike versucht derzeit, auf dem wichtigen europäischen Fußball-Markt Fuß zu fassen. Die Amerikaner hatten vor zwei Jahren den schwächelnden britischen Sportartikel-Hersteller Umbro gekauft und damit ihr Standbein in der alten Welt gestärkt. In Deutschland rüstet Nike unter eigenem Emblem unter anderem den Leichtathletik- Verband aus.

Adidas wiederum wildert in Nikes Revier. Über ihre Tochter Reebok haben die Deutschen unter anderem Zugang zum Basketball in den USA bekommen, eine Domäne von Nike.

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