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Sporthersteller
Kampf gegen Amazon

Neue Vorschriften haben ihren Preis

„Trittbrettfahrer“, wie er sie nennt, sollen keine Chance mehr haben. Das seien Internetanbieter, die sich nur die Bestseller aus dem Sortiment picken - und damit dem Fachhandel das Leben schwer machen. Die vielen neuen Vorschriften haben ihren Preis. Kullmann rechnet damit, dass von 3800 Händlern hierzulande 1000 wegfallen. Das wird den Umsatz des Mittelständlers erst einmal drücken.

Bereits im Frühjahr hatte mit Adidas die Nummer zwei der Sportbranche angekündigt, den Händlern Vorgaben fürs Geschäft im Netz zu machen. Sie sollen eigene Shops auflegen, die Mindeststandards an Produktinformation und Sortiment erfüllen. Für Ladengeschäfte hat Adidas solche Vorschriften bereits lange. Solch ein selektiver Vertrieb schließt Händler aus, die bestimmte Anforderungen nicht erfüllen. Bis Ende des Jahres gibt Adidas seinen Partnern eine Übergangsfrist. Anschließend soll es Kontrollen geben, ob die neuen Regeln eingehalten werden.

Rechtlich sehen sich die Anbieter auf der sicheren Seite. Es gebe Urteile, die Marken einen besonderen Schutz einräumten und ein solches Vorgehen zuließen, heißt es bei Adidas. Amazon nimmt den Rückzug gelassen. Deutschland-Chef Ralf Kleber glaubt fest daran, mit den Firmen in Zukunft wieder ins Geschäft zu kommen. „Jede Marke muss doch dort sein, wo ihre Kunden sind“, sagt der Manager. Er verspricht: „Wir werden daran arbeiten, die nötigen Bedingungen zu schaffen, um die Anbieter anzuziehen.“

Kleber hat allen Grund, die Feindseligkeiten der Branche sportlich zu nehmen. Noch sind alle großen Labels auf seiner Seite zu haben: Viele Händler bieten Turnschuhe, Jogginghosen und T-Shirts fast aller Sportmarken auf der Plattform an. Zudem ist die Branche sich nicht einig. Adidas-Rivale Puma etwa arbeitet eng mit Amazon zusammen und hat einen eigenen virtuellen Laden auf der Internetseite der Amerikaner eingerichtet.

Der Konzern habe damit „eine globale Plattform mit hoher Bekanntheit und Reichweite für die Marke geschaffen“, heißt es bei Puma. Sollte Puma hier Erfolg haben, könnte die Front der Amazon-Gegner womöglich schon bald bröckeln. So will auch Deuter-Chef Bernd Kullmann nicht ausschließen, einmal mit dem Onlinekonzern ins Geschäft zu kommen: „Wir werden unser Vorgehen regelmäßig überprüfen.“

 

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Kampf gegen Amazon

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Neue Vorschriften haben ihren Preis

Kommentare zu "Kampf gegen Amazon"

Alle Kommentare
  • Ich frage mich, wie alt dieser Deuter-Chef ist. Ich bin vermutlich aus einer jüngeren Generation und möchte das Internet und die Möglichkeit dort einzukaufen, nicht missen.

    Das Einkaufen im Internet ist komfortabel und dazu noch günstig. Das Argument mit der Beratung zieht schon lange nicht mehr. Man kann sich problemlos im Internet schlau machen und ist nach 5 Minuten Info-Zeit schlauer als nach einem Beratungsgespräch im Einzelhandel.

    Klar, dass sich der Deuter-Chef dem Wettbewerb nicht stellen will. So ist es halt viel bequemer für ihn. Man muss kein guter Manager sein und die Zeche soll schon der Kunde mit überhöhten Preisen bezahlen.

    Eine Frechheit! Ich dachte, diese Zeit der arroganten Manager wäre seit dem Versagen von Schrempp passé.

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