Sportwetten
Oddset hofft auf hohe Hürden für private Wettanbieter

Der staatliche Sportwetten-Anbieter scheint sich von der Hoffnung zu verabschieden, das Sportwettenmonopol behalten zu können. Stattdessen setzt Oddset nun offenbar darauf, dass der Staat hohe Zulassungshürden für Private aufbaut.

HB KARLSRUHE. Oddset-Präsident Erwin Horak sagte dem Handelsblatt, er wäre schon froh, wenn die Richter keine vollständige Liberalisierung des Wettmarktes durchsetzen, sondern „das Thema an den Gesetzgeber zurückgeben würden“. Bisher waren von ihm optimistischere Töne zu hören. Käme es so, erhofft sich Horak eine Gesetzgebung wie in Sachsen-Anhalt, wo private Wettanbieter zwar Genehmigungsanträge stellen könnten, die Zulassungshürden aber extrem hoch seien.

Vor dem ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts hatten staatliche und private Wettanbieter am Dienstag ihre Argumente Pro und Kontra einer Öffnung des Marktes präsentiert. Angestoßen wurde die Klage durch eine Münchner Buchmacherin, die neben Pferdewetten auch Sportwetten anbieten will. Entscheidet das Gericht zu ihren Gunsten, könnte daraus eine vollständige Öffnung des Sportwettenmarktes folgen.

Nach Horaks Meinung hat aber der Auftritt von Suchthilfeverbänden Eindruck auf den Senat gemacht: „Ich kann mir nicht mehr vorstellen, dass das Gericht für eine vollständige Liberalisierung entscheidet“, sagte er dem Handelsblatt. Prozessbeobachter erwarten ein Urteil nicht mehr in diesem Jahr.

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