Spreewaldgurke ist okay, Spreewaldöl ist Betrug
Regional produzierte Lebensmittel? – Denkste!

Hersteller versprechen Qualität aus dem Spreewald – die Zutaten kommen aber aus Andalusien. Die Zeitschrift „Öko-Test“ entlarvt in der aktuellen Ausgabe regionale Mogelpackungen. Ausgerechnet Discounter schneiden gut ab.
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DüsseldorfSie versprechen regionale Qualität. Sie lassen Kunden in dem Glauben, sie kaufen ein Schnitzel vom Bauern aus der Nachbarschaft. Doch nur, weil „Regional“ auf der Verpackung steht, muss der Inhalt nicht zwingend aus der näheren Umgebung stammen. Viele vermeintliche Regionalprodukte sind Mogelpackungen. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Verbrauchermagazins „Öko-Test“ hervor.

Insgesamt 106 Produkte haben die Experten untersucht. Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur 26 Produkte sind tatsächlich regional. „Öko-Test“ kritisiert vor allem, dass vermeintliche Qualitäts-Siegel, die den Produkten Regionalität bescheinigen, den Kunden in die Irre führen. Vor allem am neuen Label „Regionalfenster“ lassen die Experten kein gutes Haar: Die Vorschriften seien zu lasch, die Hersteller könnten selbst bestimmen, wie eine Region definiert ist. So kann der Begriff „Heimat“ schnell mal die halbe Republik umfassen.

Regionale Produkte gewinnen bei den Verbrauchern an Popularität. Und Kunden sind öfter bereit, für regionale Produkte tiefer in die Tasche zu greifen. Sie akzeptieren Preissteigerungen von bis zu 15 Prozent. Das ergab das „Ökobarometer 2013“, eine Befragung im Auftrag des Landwirtschafts-Ministeriums.

Dafür wollen sie aber auch etwas haben: Regionalität suggeriert Frische, Gesundheit, Umweltbewusstsein. Dabei verlassen sich die Kunden auf Gütesigel auf den Verpackungen. Ob die Marke „Unser Norden“ von Coop oder „Unsere Heimat“ von Edeka Südwest: „Die Region, in der die Produkte erzeugt, verarbeitet und verkauft werden, ist meist riesig", heißt es in der aktuellen „Öko-Test“-Ausgabe. „Oft umfasst sie gleich mehrere Bundeländer oder auch die halbe Bundesrepublik.“

Kommentare zu " Spreewaldgurke ist okay, Spreewaldöl ist Betrug: Regional produzierte Lebensmittel? – Denkste!"

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  • Wie soll man denn so eine 95% Grenze fstlegen, wie von Ökotest gefordert,
    wie werden Gewürze eingerechnet, die nun mal kaum Gewicht oder Volumen haben
    ausserdem gibt es viele Geqürze nich aus Deutschland.
    Ich finde man sollte nur Produkte, die zu einem Anteil von mindestens 20% nach Gewicht oder Volumen aus einer Region stammen. Was darunterfällt viele dann unter den Tisch.
    Als Regional könnte so tatsächlich die 95% von Ökotest verwandt werden.
    Man nehme Kartoffelsalast, lasse die Gewürze herkommen, wo der Pfeffer wächst und kalkuliere, welche Anteile über 20% des Gesamtgewichts haben, also Beispielsweise Kartoffeln, Gurkenund Eier. Wenn die erwähnten Zutaten zu 95% aus dem gleichen Bundesland stammen, dann kann es als regional aus Bundesland XY verkauft werden, doch natürlich in ganz Deutschland, denn wenn meinetwegen ein regional in Bayern erzeugter Käse mir schmeckt, dann möchte ich den auch bitteschön in Westfalen kaufen können. Gegebenfalls sollte man die Gewichts- oder Volumenanteile besser auf 10% senken, damit auch Zutaten wie Zweibeln, Salat und Gemüse als regional erkannt werden kann.
    Nur bei besonderen Spezialitäten, sollte eine Stadt oder Region, wie bei Spreewladgurken, öder Kölsch etc. beantragt werden können.
    Wenn jedoch zuviele solcher örtlichen Regionen entstehen, könnte es zu kompliziert werden.

    Dann könnte man es so machen, dass zwei Angaben ver

  • Nee, wer hätte das gedacht.
    "Olivenöl, angeblich aus der Spreewald-Region, stammte tatsächlich aus Andalusien"
    Und warum "ausrechnet" Discounter schneiden gut ab? Vielleicht weil die auf Qualität achten? Oder gibt es da snobistische Vorbehalte?

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