Spritspar-Programm
Ryanair setzt Flugbegleiterinnen auf Diät

Jedes Kilo an Bord eines Flugzeugs kostet Treibstoff. Ryanair-Chef Michael O'Leary hat dem Übergewicht darum den Kampf angesagt - und empfiehlt auch seinen Flugbegleiterinnen ein Abspeckprogramm.
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DüsseldorfRyanair-Chef Michael O’Leary setzt seinen Kampf gegen das Übergewicht fort. Seit Jahren fordert der Ire nicht nur das Gepäck zu wiegen, sondern auch die Passagiere. Übergewichtige müssten eine „Fett-Abgabe“ zahlen. Nun will der Ryanair-Chef auch seine Angestellten auf Diät setzen.

Der Ire hat seiner Airline ein radikales Abspeckprogramm verordnet. „Wir halten unsere Angestellte dazu an, ihr Gewicht zu reduzieren“, sagte Ryanair-Sprecher Stephen McNamara dem britischen Daily Telegraph. Die besondere Motivation: Ein Foto im jährlichen Ryanair-Kalender, in dem besonders attraktives Bordpersonal abgelichtet wird.

Nicht nur am Personal will die Airline Gewicht einsparen: Das Bordmagazin „Let’s go“ wurde von DIN A4 auf DIN A5 verkleinert und dient künftig auch als Speise- und Getränkekarte. So nimmt nicht nur der Spritverbrauch ab: Auch die Druckkosten sinken um 480.000 Euro.

Selbst am Eis in den Getränken soll gespart werden. Mit weniger Eiswürfeln an Bord könne die Airline tausende Kilos und damit tausende Euros einsparen, so Airline-Sprecher McNamara. Man habe sogar darüber nachgedacht, die Armlehnen aus den Flugzeugen zu entfernen. Diese Idee habe man aber letztendlich verworfen.

Die Iren sind bekannt für ihre radikalen Sparvorschläge. 2009 wollte die Airline eine Benutzungsgebühr für ihre Toiletten einführen. Außerdem warb Ryanair dafür, künftig mit einem Piloten zu fliegen statt mit zweien. Zuletzt hatte O’Leary sogar angekündigt, in seinen Flugzeugen künftig Stehplätzen einzurichten – bis dieser Plan im Februar gestoppt wurde.

O’Learys Aktionismus hat seinen Grund: Jedes Kilo an Bord der Flugzeuge kostet zusätzlichen Treibstoff und erhöht damit die Kosten. Nicht nur Zeit, sondern auch Gewicht ist Geld in der Luftfahrt. Darum macht die Branche immer wieder Schlagzeilen mit skurrilen Sparvorschlägen: American Airlines strich in den 1980ern eine Olive aus jedem Salat der ersten Klasse. Die japanische All Nippon Airways empfahl ihren Passagieren noch vor wenigen Jahren, vor dem Start eine Toilette zu besuchen.

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  • Diese Airline ist einfach einzigartig. Ich finde Ryanair großartig.

  • irgendwann hat man dann soviel eingespart daß man nur noch die Kunden einsparen kann...

  • Und schon ist Ryanair wieder in aller Munde! So einfach und doch so wirkungsvoll (und kostenlos) die Marketing-Strategie dieser Airline.

    Glückwunsch!

    (Wir fliegen übrigens gerne mit Ryanair.)

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