Staatsanwälte gegen möglichen Geldabflüssen nach
Neue Vorwürfe gegen Kinowelt-Vorstand

Gegen Kinowelt-Gründer Michael Kölmel besteht der Verdacht, Millionenbeträge zu Lasten der Firmengläubiger verschoben zu haben. Die Staatsanwälte dehnten die Ermittlungen aus.

HB BERLIN. Die Staatsanwaltschaft in München weitet einem Medienbericht zufolge die Ermittlungen gegen den Vorstandschef der Kinowelt AG, Michael Kölmel, aus. Die «Süddeutsche Zeitung» berichtet, die Ermittler prüften, ob Kölmel zusammen mit anderen Millionenbeträge zu Lasten der Gläubiger verschoben hat. Es bestehe der Verdacht, dass hohe Summen über die Schweiz nach Leipzig verschoben wurden.

Kölmel ist unter anderem Bauherr und Betreiber des neuen Fußball-Stadions in München. Bislang ermittelte die Münchener Behörde gegen die beiden Kölmel-Brüder Michael und Rainer, die Kinowelt gegründet hatten, wegen Untreue und Konkursverschleppung. Wie es weiter hieß, werde voraussichtlich Anklage erhoben – wann, sei aber noch völlig offen.

Kinowelt hatte im Dezember 2001 Insolvenz beantragt, nachdem ein fälliger Kredit nicht bedient werden konnte. Zuvor hatte sich das Unternehmen durch Filmpaket-Käufe massiv verschuldet. Anfang Mai 2002 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Kinowelt Medien AG und der Kinowelt GmbH eröffnet.

Im Januar 2003 übernahmen die Kölmel-Brüder ihr Medienunternehmen wieder. Eine von den beiden gegründete Auffanggesellschaft zahlte den Kaufpreis von 32 Millionen Euro. Damit wurde das Brüderpaar wieder Geschäftsführer. Sie zogen mit dem Unternehmen nach Leipzig.

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