Staatshilfen: Einzelhandel erwartet keine Impulse vom Konjunkturpaket

Staatshilfen
Einzelhandel erwartet keine Impulse vom Konjunkturpaket

Die Bundesregierung hat sich zu einem zweiten Konjunkturpaket durchgerungen und will 50 Milliarden Euro in die Wirtschaft pumpen. Doch das reicht dem deutschen Einzelhandel nicht. Der Branchenverband sieht den Antrieb für die Konjunktur woanders.
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HB BERLIN. Der Einzelhandel verspricht sich vom milliardenschweren Konjunkturpaket der Bundesregierung keine Impulse. "Uns bringt das Konjunkturprogramm nichts", sagte der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels. Die Beschlüsse der Regierung seien unzulänglich. "Offenbar haben wir keine Krise, sonst würden wir das anders regeln. Das letzte Mal gut gemacht hat die Regierung etwas, als sie das Banken-Rettungspaket verabschiedete." Seither verstricke sie sich im Klein-Klein.

Die geplanten Steuersenkungen und die Einmalzahlungen für Kinder seien nicht geeignet, den privaten Konsum anzukurbeln, sagte Pellengahr. Besser gewesen wäre eine umfassende Steuerreform und eine Beseitigung der kalten Progression. Auch die Ausweitung der Kurzarbeit gehe an den Bedürfnissen des Handels vorbei. "Die Geschäfte können schließlich ja nicht einfach früher schließen", sagte er. Impulse für den Handel kämen zur Zeit vielmehr von den sinkenden Energiepreisen. "Das ist das wahre Konjunkturprogramm."

Die Bundesregierung stemmt sich mit dem größten Konjunkturprogramm in der Nachkriegsgeschichte gegen die Wirtschaftskrise. Die Spitzen von Union und SPD einigten sich am Montagabend auf ein entsprechendes Programm mit einem Volumen von 50 Milliarden Euro.

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