Stärkung des US-Geschäfts
Henkel schaut sich nach Übernahmezielen um

Innerhalb kurzer Zeit hat Henkel zwei große Firmen in den USA übernommen. Dabei bleibt es womöglich nicht: Der Konsumgüterriese hält weitere Zukäufe für sinnvoll. Das Kapital sei vorhanden, sagt Konzernchef Van Bylen.
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BerlinDer Konsumgüterhersteller Henkel hält weitere Übernahmen zur Stärkung seines Geschäfts in den Vereinigten Staaten für möglich. „Wenn es Kaufgelegenheiten gibt, werden wir uns auch künftig anschauen, ob sie strategisch und preislich passen. In den USA sind wir zum Beispiel beim Verkauf von Schönheitspflegeprodukten insgesamt noch kein führender Anbieter“, sagte Konzernchef Hans van Bylen der „Welt am Sonntag“. Auch bei Wasch- und Reinigungsmitteln sowie im Klebstoffgeschäft sehe der Persil-Hersteller weltweit immer wieder Möglichkeiten, das Beteiligungsportfolio zu stärken. Der finanzielle Spielraum sei vorhanden. „Unsere Bilanz ist solide“, sagte Van Bylen.

Henkel hatte im vergangenen Jahr für 3,2 Milliarden Euro den US-Waschmittelhersteller Sun Products übernommen, kürzlich folgte der US-Verpackungsmittelspezialisten Darex für knapp eine Milliarde Euro. Das US-Geschäft werde für Henkel damit immer wichtiger. „Für alle drei Unternehmensbereiche – Schönheitspflege, Wasch- und Reinigungsmittel sowie Klebstoffe – sind die USA inzwischen der größte Absatzmarkt vor Deutschland, China und Russland“, sagte Van Bylen. Die Integration von Sun laufe besser als erwartet. „Henkel wird in USA ein sehr erfolgreiches Jahr 2017 verzeichnen. Das wird sich auch auf Konzernebene niederschlagen“, kündigte Van Bylen an.

Henkel hatte im ersten Halbjahr auch dank seiner Zukäufe Gewinn und Umsatz deutlich gesteigert und damit auf Rekordkurs gelegen. Die Zahlen für das dritte Quartal will das Unternehmen am 14. November vorlegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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