Stagnierender Umsatz in Deutschland
Aldi erwägt Schritt nach Osteuropa

Der führende deutsche Discounter Aldi gibt seine Zurückhaltung gegenüber Osteuropa offenbar auf. Wie die Fachzeitschrift „Lebensmittel-Zeitung“ berichtet, prüft Aldi Nord derzeit den Einstieg in Polen und Tschechien. Aldi-Verwaltungsratsmitglied Hartmuth Wiesemann sagte dem Handelsblatt allerdings, es gebe noch keine konkreten Pläne.

cs DÜSSELDORF. Bislang hatten die Firmengründer Theo und Karl Albrecht stets einen Bogen um den ehemaligen Ostblock gemacht. Doch der erstmals stagnierende Umsatz in Deutschland, der Aldi jetzt zu Preissenkungen und höheren Werbeausgaben veranlasst, drängt den Discount-Marktführer verstärkt auf neue Auslandsmärkte. Vor wenigen Tagen erst bestätigte Aldi Süd den geplanten Einstieg in der Schweiz. Mit einem Start auf dem hochpreisigen Markt ist aber frühestens im kommenden Jahr zu rechnen. Neben geeigneten Aldi-Standorten in ausreichender Zahl, fehlt auch noch der Platz für ein Zentrallager. Nach Polen und Tschechien komme Aldi aber zu spät, kritisieren Branchenexperten wie Thomas Roeb von der FH Bonn-Rhein-Sieg. Dort sei der Markt längst besetzt. Neben 215 SB-Warenhäusern und 933 Verbrauchermärkten von Auchan, Carrefour, Tesco, Ahold und Real gibt es in Polen 1 247 Discountläden, die von Biedronka, Plus, Lidl und Netto betrieben werden. In Tschechien, wo vor allem Penny, Plus und Norma den Discountmarkt beherrschen, bekam schon Lidl vor zwei Jahren bei seinem Markteintritt Gegenwind. Lieferanten wurden von Wettbewerbern unter Druck gesetzt, erstklassige Standorte sind längst vergeben.

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