Standardbrief kostet künftig 62 Cent
Jetzt geht die Post ab

Die Deutsche Post will das Porto für den Standardbrief im kommenden Jahr erneut um zwei Cent erhöhen. Der Preis soll ab Januar von jetzt 60 Cent auf 62 Cent steigen. Dafür wird der Kompaktbrief günstiger.
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DüsseldorfAlle Jahre wieder – kommt nicht nur das Christkind und irgendeine Preiserhöhung bei der Deutschen Bahn, sondern neuerdings wird auch ein Aufschlag bei der Deutschen Post fällig. So dreht das Unternehmen zum Jahreswechsel erneut an der Preisschraube.

Der Bonner Logistikkonzern hatte erst Anfang 2014 die Preise um zwei Cent auf 60 Cent erhöht, nachdem Anfang 2013 zum ersten Mal seit zehn Jahren das Porto um drei Cent angehoben wurde. Die Bonner stehen in der Sparte ordentlich unter Druck, weil das Briefaufkommen Jahr für Jahr schrumpft: Die klassische Zustellung wird immer stärker durch E-Mail und Internet verdrängt.

An Neujahr soll nun also das Porto für einen Standardbrief innerhalb Deutschlands erneut um zwei Cent auf 62 Cent steigen, wie der Konzern am Mittwoch in Bonn mitteilte. Billiger wird allerdings der Kompaktbrief: Er soll mit 85 Cent 5 Cent weniger kosten als bisher. Keine Änderungen plant das Management bei Groß-, Maxibrief und Postkarte.

Sendungen ins Ausland sollen hingegen teurer werden. Für den internationalen Standardbrief und die Postkarte ins Ausland würden statt 75 Cent künftig 80 Cent fällig, hieß es. Einigen der Änderungen, die der Ex-Monopolist plant, muss allerdings die Bundesnetzagentur zustimmen.

„Mit dieser Anpassung des Preisgefüges will die Deutsche Post unter anderem deutlich gestiegene Personalkosten auffangen“, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung. Außerdem investiere man mehrere hundert Millionen Euro in Logistik und Infrastruktur, um für seine Kunden auf Dauer „eine auch im internationalen Vergleich herausragende Qualität der Dienstleistungen aufrecht zu erhalten.“

Kommentare zu " Standardbrief kostet künftig 62 Cent: Jetzt geht die Post ab"

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  • Jeder Monopolist hat die staatstragende Pflicht sich einer Deflation heldenhaft entgegenzuwerfen.
    Die Deutsche Post erfüllt diese Aufgabe, natürlich zum eigenen Vorteil, vorbildlich!

    Ich werde trotzdem verstärkt meine Schreiben als PDF Datei per E-Mail versenden.

    Gerade staatliche Behörden etc. hätten die Pflicht in diesem Bereich mehr und bessere digitale Möglichkeiten zu schaffen, z. B. Bürger- bzw. Kundenaccounts mit der Möglichkeit Schreiben digital hochladen oder Formulare online ausfüllen zu können. Auch könnte ich mir die Zustellung offizieller Schreiben zum Bürger, per E-Mail als Benachrichtigung, in den "Briefkasten" des jeweiligen Bürgeraccount sehr gut vorstellen.

    In einigen staatlichen oder staatsnahen Einrichtungen wird man nicht selten als Kunde bezeichnet, was natürlich grotesk ist. Es wäre langsam mal an der Zeit den eigenen fantastischen Ansprüchen Taten folgen zu lassen!!!

    Fast jeder zweitklassige Stromlieferant ist mit sehr geringem Aufwand und Personal dazu in der Lage auf diese Art und Weise mit seinen Kunden zu kommunizieren.

    WARUM BEKOMMEN DEUTSCHE BEHÖRDEN (etc.) DAS NICHT AUF DIE REIHE?!!!

  • Der Ex-Monopolist schlägt wieder zu
    ---------
    Mit einer weiteren Portoerhöhung um 3,33% geht sie voran.
    Schuld ist natürlich die Inflation von 0,3%.
    Auch die Personalkosten des Staatsbetriebs, obwohl das Personal uns der Service stark reduziert wurde.

    Draghi warnt vor einer Deflation (sinkende Preise bei geringerer Nachfrage), aber die "Bundespost" erhöht die Preise. Sie ist eben noch immer ein Monopolist.
    Gerade der Briefdienst erwirtschaftete 2013 rund 1/3 des Gewinnes.

  • "...um zwei Cent erhöhen..."

    Hilfe! Deflation allerorten! Wir erinnern uns an den erschütternden Artikel zur Deflation kürzlich...

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