Starbucks-Anleger enttäuscht
Chinesen trinken nicht genug Frappuccino

Starbucks präsentiert gute Ergebnisse, aber nur durchwachsene Aussichten. Das Geschäft der Kaffeehauskette in den USA läuft wieder besser, doch besonders ein Punkt schmeckt den Investoren überhaupt nicht.

San FranciscoStarbucks-Chef Howard Schultz serviert den Aktionären ein schönes Ergebnis im abgelaufenen Quartal – es ist das vierte des Geschäftsjahres 2015. Der Umsatz der Kaffeehauskette stieg gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar und das Ergebnis liegt mit 652 Millionen Dollar um elf Prozent über dem Vorjahr.

„Das vierte Quartal des Jahres hat einen erstaunlichen Zuwachs beim Umsatz auf vergleichbarer Basis um global acht Prozent und in den USA um neun Prozent gesehen“, sagte Schultz im Analystengespräch am Donnerstag (Ortszeit).

In den USA sind vier Prozent mehr Kunden in die Kaffee-Shops gekommen, was einen guten Teil des Erfolgs ausmachte. Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage hatten die US-Bürger zuvor öfter mal einen der teuren Kaffees ausfallen lassen.

Doch was den Anlegern negativ aufstieß, war ein Plus von nur sechs Prozent in China und der Asien-Pazifik-Region. Die Hoffnungen hatten bei 9,6 Prozent gelegen. Doch die chinesische Wirtschaft leidet unter sinkenden Wachstumsraten und erlebte praktisch eine Kernschmelze am Aktienmarkt.

Starker Dollar und Probleme in Europa

Dennoch liegt im asiatischen Markt die Zukunft für Starbucks. In den USA und Europa finden sich die Filialen der Kaffeehauskette bereits an fast jeder Straßenecke. Schon vor einiger Zeit hatte Starbucks angekündigt, China werde eines Tages der größte Markt werden, noch vor den USA.

Im Analystengespräch durfte auch der Verweis auf den starken Dollar nicht fehlen. Der drückt auf die internationalen Umsätze und Gewinne, wie auch die Fastfood-Ketten Kentucky Fried Chicken und Pizza Hut leidvoll erfahren mussten. Dazu kommt ein heikles Urteil der EU-Kommission zu Steuerabkommen mit Luxemburg. Sie garantieren Starbucks und anderen Unternehmen Steuersätze an der unteren Grenze.

Das soll sich ändern. Auch wenn kurzfristig keine negativen Auswirkungen zu erwarten sind, so ziehen doch dunkle Wolken in Europa auf.

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Chinesen trinken nicht genug Frappuccino

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