Starke Billigkonkurrenz von Wal-Mart: US-Handelsriese Winn-Dixie ist zahlungsunfähig

Starke Billigkonkurrenz von Wal-Mart
US-Handelsriese Winn-Dixie ist zahlungsunfähig

Winn-Dixie Stores Inc, einer der größten US-Lebensmittelhändler, steht vor der Pleite.

HB/tmo/HB NEW YORK. Das Unternehmen mit 920 Supermärkten in acht US-Bundesstaaten und auf den Bahamas beantragte Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Konkursgesetzes. Seit mehreren Jahren litt Winn-Dixie unter der Billigkonkurrenz des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart.

Winn-Dixie-Chef Peter Lynch will das Unternehmen nach einer harten Sanierung wieder aus dem Gläubigerschutz-Verfahren heraus bringen. „Dazu müssen wir die Kosten deutlich senken, unser Angebot verbessern und besseren Kunden-Service anbieten“, teilte Lynch mit.

Die 80 000 Beschäftigten seien zunächst nicht betroffen, sagte Lynch weiter. Winn-Dixie hatte erst vor wenigen Tagen einen unerwartet hohen Verlust von 399,7 Mill. Dollar für das abgelaufene Geschäftsquartal gemeldet. Der Quartalsumsatz sank von 3,23 Mrd. Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum auf 3,08 Mrd. Dollar.

Winn-Dixie, 1925 gegründet, kämpfte in den vergangenen Jahren gegen wachsende Probleme. Im Jahr 2000 verkündete der Konzern einen Umbau, bei dem Einkauf und Marketing zentralisiert wurden. 2002 zog sich Winn-Dixie aus Randmärkten wie Texas und Oklahoma zurück. 2004 stellte das Unternehmen einen harten Sparplan auf und ernannte Peter Lynch zum neuen Vorstandschef. Analysten wie Jason Withmer von FTN Midwestern Research hatten den Antrag auf Gläubigerschutz erwartet.

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