Starkes Umsatzwachstum
Reckitt profitiert von Schwellenländern

Guter Absatz von Gesundheits- und Hygienewaren: Der Konsumgüterkonzern Reckitt Beckiser ist auf einem guten Weg, seine Jahresziele zu erreichen. Langfristig ist eine Umstrukturierung geplant.
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LondonDer britische Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser sieht sich nach einem Umsatzwachstum von sechs Prozent im ersten Halbjahr auf gutem Weg, seine Jahresziele zu erreichen. Vor allem in aufstrebenden Ländern wie Russland, Brasilien, Indien und China finden die Produkte des Henkel -Konkurrenten, der sich zunehmend auf Gesundheits- und Hygienewaren konzentriert, guten Absatz. Reckitt sei deshalb zuversichtlich, im Gesamtjahr ein Erlösplus - einschließlich angekündigter Zukäufe - am oberen Ende der Spanne von fünf bis sechs Prozent zu schaffen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Zugleich erhöhten die Briten ihre Zwischendividende um sieben Prozent auf 60 Pence je Aktie. Der Pritt- und Persil-Hersteller Henkel will 2013 den organischen Umsatz um drei bis fünf Prozent steigern.

Reckitt bietet ein breites Sortiment an. Dieses reicht von Reinigungsmitteln wie Cillit Bang, über Durex-Kondome, Calgon-Entkalker und Kukident-Zahnprothesenreiniger, bis hin zu Gesundheitsprodukten wie den Erkältungsmitteln Dobendan, Strepsils und dem Schmerzmittel Nurofen. Dank einer guten Nachfrage in Schwellenländern erhöhte Reckitt den Umsatz im ersten Halbjahr - zu konstanten Wechselkursen - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf fünf Milliarden Pfund. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um sieben Prozent auf 118,3 Pence. Damit lagen die Ergebnisse ganz leicht unter den Erwartungen. Die Aktie stieg um 0,5 Prozent.

Am schnellsten wächst Reckitt, an der die deutsche Milliardärsfamilie Reimann noch einen Minderheitsanteil hält, derzeit mit seinen Gesundheits- und Hygieneartikeln, die dadurch im Konzern immer stärker an Gewicht gewinnen. Bis 2015 will Reckitt mehr als 70 Prozent des Geschäfts mit dieser Sparte erzielen, in der er unter anderem mit dem Bayer-Konzern konkurriert. Im Pharmabereich setzt Reckitt derzeit insbesondere auf sein Heroin-Ersatz-Medikament Suboxone. Reckitt sehe weiter eine gute Nachfrage nach dem Mittel in Tablettenform, so der Konzern. Jüngst hatten die Briten einen Rückschlag erlitten, weil das US-Vertriebsunternehmen CVS CareMark Suboxone in auflösbarer Form von seiner Distributionsliste gestrichen hatte und stattdessen einer günstigeren Tablette den Vorzug gab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Calgon = Waschmaschinenentkalker
    Finish (ehem. Calgonit) = Spülmaschinentabs etc

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