Starkes Verkaufsflächen-Wachstum drückt die Preise
In Westdeutschland sinken die Ladenmieten

Die schwache Einzelhandelskonjunktur und der Boom von Einkaufszentren drücken die Laden-Mieten in Deutschland. Das berichtet die Düsseldorfer Maklerfirma Kemper’s, die jährlich die Mietentwicklung in bundesweit 185 Städten in einer repräsentativen Studie unter die Lupe nimmt.

cs DÜSSELDORF. Das Maklerbüro vergleicht dabei stets die Neuvermietungen von 100 Quadratmeter großen Ladenlokalen in Toplagen.

Die schlechte Nachricht für Immobilienbetreiber: Die Preise für Verkaufsflächen liegen aktuell um 2,7 % unter den Vergleichswerten des Vorjahres. Während die Ladenmieten in Ostdeutschland stabil blieben, gingen sie Westdeutschland durchschnittlich um 3,1 % zurück. Schon im Jahr zuvor hatte sich das Niveau um 2 % reduziert.

Die Mietentwicklung folgt damit den Umsatzrückgängen, die dem Einzelhandel seit drei Jahren zusetzen. 2003 verlor die Branche real 1 % ihrer Erlöse, im laufenden Jahr erwartet der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) kaum mehr als eine Stagnation.

Gleichzeitig drückt das Flächenwachstum auf die Mieten. 2004 wird die Verkaufsfläche nach HDE-Angaben erneut um 1,8 % auf insgesamt 113 Mill. Quadratmeter zulegen. Mit fast 1,4 Quadratmetern besitzt Deutschland schon jetzt rund doppelt so viel Verkaufsfläche pro Einwohner wie England, Frankreich oder Italien.

Vor allem der Bau von Einkaufszentren sorgt für ein Überangebot an Verkaufsraum. Im vergangenen Jahr zählte das Starnberger Institut für Gewerbezentren in Deutschland 288 Shoppingcenter über 15 000 Quadratmeter. 13 Jahre zuvor gab es von ihnen gerade einmal 90. Eine Atempause ist nicht in Sicht. Bis 2007/2008 werden weitere 67 Einkaufszentren mit einer Gesamtfläche von über 2 Mill. Quadratmetern hinzukommen, hat das Kölner Euro-Handelsinstitut errechnet.

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