Start noch in diesem Jahr
Bahnen planen Allianz gegen Billigflieger

Die Bahnunternehmen wollen im Wettbewerb mit der Luftfahrt die Konkurrenz am Himmel in Zukunft ein Stück weit mit deren eigenen Waffen schlagen: Sechs Eisenbahngesellschaften in Europa schmieden an einem Bündnis und dem Zusammenschluss ihrer Hochgeschwindigkeitsnetze. Die Allianz nach dem Vorbild der „Star Alliance“ soll den Kunden weitere Vorteile bieten.

DÜSSELDORF/ZÜRICH. Die Bahnbetreiber haben verabredet, ihr Bündnis noch in diesem Jahr aus der Taufe zu heben. Entsprechende Absichtserklärungen existieren bereits. Die Allianz trägt bislang den internen Arbeitstitel „ Railteam“ und soll einheitliche Qualitäts- und Servicestandards sowie Preisvorteile für ihre Kunden bieten.

Wie das Handelsblatt aus Kreisen der Deutschen Bahn (DB) erfuhr, wird der kommerzieller Start der Allianz im Dezember angestrebt, dem Monat also, in dem auch der wechselseitige TGV- und ICE-Verkehr zwischen Paris und Deutschland starten soll. Neben Franzosen und Deutschen sind auch die Bahnen aus der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Österreich und der britische Eurostar dabei. Über die nationalen Bahngesellschaften ist auch die Gesellschaft Thalys einbezogen, die mit eigenen Zügen die Strecken Paris-Brüssel-Köln sowie Paris-Amsterdam betreibt.

„Dieses Konzept zielt auf Wachstum durch Markterweiterung und soll den Gewinn von Marktanteilen sichern“, sagte eine Sprecherin der österreichischen Bahnen in Wien. „Die Billigflieger haben den Eindruck erweckt, sie seien schneller und günstiger. Dem wollen wir entgegentreten“, sagte ein Sprecher der Schweizerischen Bahnen. Geplant seien, wie eine Sprecherin der DB hinzufügt, unter anderem Kundenbindungsinstrumente nach dem Vorbild der Vielfliegerprogramme der Fluggesellschaften. Die Deutsche Bahn bietet dies bereits ihren Bahn-Card-Kunden für ihre innerdeutschen Zugverbindungen an.

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