Stationen der Traditionsstrecke
Hamburg und Berlin rücken näher zusammen

Currywurst in Berlin und dann ein Fischbrötchen in Hamburg - beides ist ab Sonntag innerhalb noch kürzerer Zeit möglich. Mit der Trasse Hamburg-Berlin hat die Bahn eine ihrer traditionsreichen Strecken für den Hochgeschwindigkeitsbetrieb ausgebaut.

HB BERLIN. Mit der Trasse Hamburg-Berlin hat die Bahn eine ihrer traditionsreichen Strecken für den Hochgeschwindigkeitsbetrieb ausgebaut. Schon 1846 fuhren dort erste Fernzüge, ehe der legendäre „Fliegende Hamburger“ in den 1930er Jahren Eisenbahngeschichte schrieb: Der Dieseltriebzug aus zwei Wagen schaffte Geschwindigkeiten bis zu 175 Kilometer pro Stunde. Mit Durchschnittstempo 125 dauerte die normale Reise von Berlin nach Hamburg zwei Stunden 18 Minuten.

Nach einem Dornröschenschlaf während der deutschen Teilung wurde die Strecke in den neunziger Jahren zum ersten Mal für zwei Milliarden Euro elektrifiziert und ausgebaut. Statt ICEs wollten die Planer dann aber die Magnetbahn Transrapid zwischen den beiden größten deutschen Städten schweben lassen. Doch im Februar 2000 platzte der nicht finanzierbare Traum. Stattdessen wurde die Schienenstrecke für 650 Millionen Euro nochmals ausgebaut.

Arbeiter erneuerten Weichen und Brücken, Schienen und Oberleitungen und beseitigten alle 56 Bahnübergänge. Auf rund 80 Prozent der 287 Kilometer langen Strecke kann der ICE jetzt Tempo 230 fahren - so schnell wie sonst nur auf völlig neu angelegten Trassen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 189 Kilometern pro Stunde dauert die Fahrt Hamburg-Berlin künftig nur noch rund 90 Minuten.

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