Steigende Schuhpreise: Reno will bei Görtz einsteigen

Steigende Schuhpreise
Reno will bei Görtz einsteigen

Der Schuhhandel erlebt radikale Strukturveränderungen. Online-Händler und internationale Ketten wachsen stark. Derweil verhandelt die HR Group, zu der Reno gehört, mit dem Schuhhändler Görtz über eine Übernahme.
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DüsseldorfDie Verbraucher in Deutschland müssen sich beim Schuhkauf auf höhere Preise einstellen. Die Schuhhersteller rechnen in diesem Jahr mit einer „Preisentwicklung über der Inflationsrate“, wie der Vorsitzende des Bundesverbandes der Schuh- und Lederwarenindustrie, Ralph Rieker, am Mittwoch anlässlich der Schuhmesse GDS in Düsseldorf sagte. Grund dafür seien die gestiegenen Material- und Rohstoffpreise, aber auch die gestiegenen Arbeitskosten.

Im vergangenen Jahr waren die Herstellungspreise für Schuhe in Deutschland um 1,5 Prozent angestiegen. In den Regalen kosteten die Schuhe dann sogar 1,6 Prozent mehr, wie die Präsidentin des Bundesverbandes des Deutschen Schuheinzelhandels, Brigitte Wischnewski, berichtete.

Insgesamt gaben die Bundesbürger 2013 nach Schätzungen des Verbandes rund 11,6 Milliarden Euro für Schuhe aus, 8,2 Milliarden Euro davon im Fachhandel. Dabei entfielen mehr als zwei Drittel der Summe auf Damenschuhe, rund ein Fünftel auf Herrenschuhe, der Rest auf Kinder- und Sportschuhe.

Insgesamt erlebt der Schuhhandel Rieker zufolge zurzeit „radikale Strukturveränderungen“. Rund 12 Prozent der Schuhe werden bereits online verkauft und die Wachstumsraten der Internet-Händler sind weiter zweistellig. Gleichzeitig drängen internationale Anbieter mit eigenen Produktionsstätten in Fernost oder Osteuropa auf den deutschen Markt.

Die Schuhhandelskette HR Group (Reno) reagiert darauf mit Verhandlungen über eine Übernahme von 75,1 Prozent der Anteile des Schuhhändlers Görtz. Es sei wichtig, gemeinsam statt allein zu agieren und sich zu größeren Einheiten zusammenzuschließen, sagte der Geschäftsführer der Osnabrücker HR Group, Matthias Händle, dem „Hamburger Abendblatt“ (Mittwoch). Eine Görtz-Sprecherin sprach von „zielführenden Gesprächen mit einer vielversprechenden Auswahl von möglichen Partnern“. Eine Vorentscheidung sei nicht gefallen.

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