Steinhoff
Möbelriese legt dank Übernahmen zu

Durch Zukäufe ist Steinhoff inzwischen der größte Möbelhändler in Europa. Das wirkt sich auf den Konzernumsatz aus. Die Erlöse des MDax-Konzerns legten im vergangenen Geschäftshalbjahr um fast 50 Prozent zu.
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AmsterdamZukäufe haben dem deutsch-südafrikanischen Möbelkonzern Steinhoff Rückenwind verliehen. Im ersten Halbjahr des Bilanzjahres 2016/17 (per Ende März) schnellte der Umsatz um 48 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro, wie der Konzern mit Firmen wie Conforama in Frankreich, Poco in Deutschland sowie Kika und Leiner in Österreich am Mittwoch mitteilte.

Aber auch ohne die Übernahmen des US-Matratzenhändlers Mattress Firm und der britischen Billigladen-Kette Poundland kletterten die Erlöse um neun Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Der operative Gewinn legte inklusive Zukäufen um 13 Prozent auf 903 Millionen Euro zu; bereinigt erreichte er ein Plus von 15 Prozent auf 534 Millionen Euro.

„Die solide Entwicklung des Umsatzes und des Ergebnisses zeigen wie stabil das Geschäftsmodell der Gruppe ist. Das ist im Wesentlichen auf unsere Diversifizierung bei Produkten und Standorten zurückzuführen“, betonte Steinhoff-Chef Markus Jooste.

An der Börse gehörten die Titel allerdings mit einem Minus von knapp fünf Prozent auf 4,61 Euro zu den größten Verlierern im Nebenwerteindex MDax. Das starke Umsatzwachstum werde vor allem durch Zukäufe getragen, sagte Commerzbank-Analyst Andreas Riemann. „Blickt man aber auf das Ergebnis je Aktie, kommt aufgrund von Verwässerungen bei den Aktionären nicht viel an.“ Steinhoff bezifferte den Gewinn pro Aktie mit 15,5 Cent, ein Rückgang um drei Prozent.

Der Konzern mit Rechtssitz in Amsterdam und dem Hauptquartier in Südafrika ist durch einige Zukäufe inzwischen zum größten Möbelhändler Europas aufgestiegen. Erst Mitte Mai hatte das Unternehmen angekündigt, sein Afrika-Geschäft vom Konzern abzutrennen und an die Börse zu bringen. Im Februar war die Zusammenlegung mit der afrikanischen Supermarktkette Shoprite noch gescheitert.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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