Steinhoff Poco-Mutterkonzern gibt Fusionspläne auf

Der Möbelriese Steinhoff, Mutterkonzern von Poco, hat die Fusionspläne mit seinem Konkurrenten Shoprite aufgegeben. Die Großaktionäre konnten sich nicht einigen. Die Börse reagiert erleichtert auf die Nachricht.
Update: 20.02.2017 - 14:21 Uhr Kommentieren
Der Poco-Mutterkonzern Steinhoff wird nicht mit seinem südafrikanischen Konkurrenten Shoprite fusionieren. Die Großaktionäre konnten keine Einigung erzielen. Quelle: Reuters
Keine Fusion zwischen Shoprite und Steinhoff

Der Poco-Mutterkonzern Steinhoff wird nicht mit seinem südafrikanischen Konkurrenten Shoprite fusionieren. Die Großaktionäre konnten keine Einigung erzielen.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDer südafrikanisch-deutsche Möbelkonzern Steinhoff gibt seine Pläne für einen panafrikanischen Handelskonzern auf. Man habe sich mit der Supermarktkette Shoprite nicht über die Konditionen eines Zusammenschlusses einigen können, teilte Steinhoff am Montag mit. Den Plänen zufolge sollte Shoprite die Einzelhandelstöchter von Steinhoff wie Pepkor (Kleidung, Schuhe, Haushalt), JD Group und Steinbuild übernehmen. Im Gegenzug wäre Steinhoff zum Großaktionär von Shoprite geworden. Das Volumen der Fusion war auf knapp 13 Milliarden Euro geschätzt worden.

Treibende Kraft dahinter war der südafrikanische Milliardär Christo Wiese, der 23 Prozent an Steinhoff und 16 Prozent an Shoprite hält. Zweiter Großaktionär beider Unternehmen ist die Public Investment Corporation (PIC), ein quasi-staatlicher Fonds, der auch für die Beamtenpensionen am Kap verantwortlich ist. Mehrere Minderheitsaktionäre hatten befürchtet, sie würden bei der Transaktion übervorteilt. An der Börse herrschte deshalb Aufatmen: Steinhoff legten in Frankfurt 5,7 Prozent zu, Shoprite gewannen in Johannesburg sogar 7,2 Prozent.

Warum die Küche das neue Wohnzimmer ist
Plüsch pur
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„Einmal im Jahr erlauben wir uns, einen Spaß zu erfinden“, erklärt Gerald Klimke die Entstehungsgeschichte dieser extravaganten Liegemöglichkeit. Die Firma Signet, deren Geschäftsführer und Designer Klimke ist, steht eigentlich für Polstermöbel. Für das Schlafsofa mit dem Namen „Lovers Paradise“ nimmt das Familienunternehmen aus Oberfranken dagegen den Trend zum Plüschigen auf. Kostenpunkt für den Signet-Spaß: 7.000 Euro.

Die Bar kommt zurück
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Retromöbel aus den 40er-, 60er- bis hin zu den 70er-Jahren sind angesagt. Und so hat die Firma Schönbuch eine Bar mit cleverer Türkonstruktion entwickelt. „Wir finden, das Thema Bar und Trinkkultur ist stark im Kommen“, sagt der Inhaber Michael Reß. Für 2.500 Euro können interessierte Kunden bei der Förderung mitmachen und der Bar zu einem Comeback verhelfen.

Birkenstock macht jetzt auch Betten
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Vor 120 Jahren erfand Birkenstock das Fußbett für Schuhe. Nun haben die Tüftler des Konzerns mit dem österreichischen Hersteller Ada die Ergonomik des Fußbettes auf Betten und Matratzen übertragen. Nach mehr als zweieinhalbjähriger Entwicklungsarbeit kommt das Ergebnis jetzt in den Handel. Günstig ist das aber nicht: Die kompletten Betten mit Matratzen liegen zwischen 5.000 und 10.000 Euro.

Möbel im Mikrokosmos
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Dem kleiner werdenden Wohnraum trägt der Möbelhersteller Germania aus Ostwestfalen Rechnung. Das Familienunternehmen entwickelt innovative Möbel, die mehrere Funktionen gleichzeitig haben. Die Zielgruppe sind etwa Studenten oder Pendler, die unter der Woche in einer Zweitwohnung auf wenigen Quadratmetern leben. Regalsysteme kosten bei Germania zwischen 200 und 400 Euro, den Kleiderschrank gibt es ab 1.500 Euro.

Extremis
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Überhaupt scheinen Möbelstücke out zu sein, die nur eine Funktion haben. Zwei sollten es mindestens sein. Bei der belgischen Firma Extremis verwischen die Grenzen zwischen innen und außen. Der Garten soll zu einem vollwertigen Wohnraum im Freien werden – zum Beispiel mit der Liege, die gleichzeitig Sofa ist und über einen Schirm verfügt, der gleichzeitig auch als Lampe dient.

Nachhaltige Lampen
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Was man mit Abfallprodukten aus Schlachthäusern alles anfangen kann. Sören Raven Christenssen, Designer beim dänischen Leuchtenhersteller Vita, will nachhaltige Lampen herstellen. Dafür lässt er beispielsweise Gänsefedern zusammennähen, die er aus Schlachthäusern bezieht. In der mittleren Größe kosten die Lampen zwischen 80 und 100 Euro. Dafür gibt es ein sehr warmes Licht.

Die Küche ist das neue Wohnzimmer
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Das Leben spielt sich immer mehr in der Küche ab, haben Trendforscher festgestellt. „Wer abends mit seinen Gästen in der Küche sitzt, wechselt in der Regel nicht mehr ins Wohnzimmer“, berichtet Leo Lübke. Mit seiner Firma Cor will er deshalb die Gemütlichkeit des Wohnzimmers in den Essbereich bringen. Das geht am besten durch ein Sofaecke in der Küche.

Shoprite ist an der Börse umgerechnet knapp acht Milliarden Euro wert und hätte nach der Fusion in „Retail Africa“ umbenannt werden sollen. Strategisch halte man den Schritt weiterhin für sinnvoll, betonte Steinhoff. Der Konzern hätte sich mit der Fusion weitgehend seines Afrika-Geschäfts entledigen können – entsprechend der Strategie, sich auf Europa zu konzentrieren. Deshalb war Steinhoff Ende 2015 bereits von der Börse in Johannesburg nach Frankfurt gewechselt.

Dem Konzern gehören die Möbelhaus-Ketten „Poco“ in Deutschland, „Kika“ und „Leiner“ in Österreich und „Conforama“ in Frankreich. Damit kämpft Steinhoff im Möbelhandel weltweit mit Ikea um die führende Position. Firmengründer Bruno Steinhoff hatte 1964 als Ein-Mann-Betrieb in Westerstede bei Bremen mit dem Import von Möbeln aus Osteuropa begonnen.

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