Steuerrisko zu groß
Fusion von WCM und Klöckner liegt auf Eis

Die Frankfurter Beteiligungsgesellschaft WCM wird auf absehbare Zeit nicht wie geplant mit ihrer Maschinenbautochter Klöckner-Werke fusionieren. Zugleich warnte das Unternehmen am Freitag, obwohl man im ersten Halbjahr wieder die Gewinnzone erreicht habe, schließe könne für das Gesamtjahr anders als geplant ein erneuter Verlust nicht ausgeschlossen werden. Dennoch will der Konzern den eingeschlagenen strategischen Weg beibehalten.

HB DÜSSELDORF. „Wegen des Steuerrisikos ist eine Verschmelzung derzeit nicht möglich“, sagte WCM-Chef Roland Flach am Freitag während einer Telefonkonferenz. Bis zu einer endgültigen Klärung könnten noch Jahre vergehen. Das Finanzamt fordert aus dem Jahre 1997 aus Verkaufserlösen zusätzliche Steuern und Zinsen von insgesamt 153 Mill. €. WCM ist der Auffassung, nach der damaligen Gesetzeslage seien diese Erträge steuerfrei gewesen.

Flach fügte hinzu, auch die ursprünglich angestrebte Aufstockung des Klöckner-Anteils durch den Rückkauf eigener Aktien liege derzeit wegen Klagen einiger Aktionäre gegen das Rückkaufprogramm auf Eis. WCM hält aktuell 78 % an Klöckner.

Ungeachtet dessen setze WCM aber die Konzentration auf den Maschinenbau - also auf die Tochter Klöckner - fort, sagte Flach. Der Verkauf der Immobilientöchter und Unternehmen, die nicht mehr zum Kerngeschäft gehören, werde fortgesetzt. „Im Falle der Beteiligung am Klinikunternehmen Maternus führen wir mit einigen Interessenten Gespräche“, erklärte Flach. Der Verkauf werde aber voraussichtlich erst Ende des Jahres oder Anfang 2006 über die Bühne gehen.

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