Strategie
Permira verkauft weder ProSieben noch Hugo Boss

Der Finanzinvestor will weder den Medienkonzern noch das Modelabel aufgeben. Der Deutschland-Chef von Permira will den Aktienkurs des Medienunternehmens nach oben treiben, um weiter zu wachsen.
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BerlinDer Finanzinvestor Permira will den Medienkonzern ProSiebenSat.1 vorerst nicht verkaufen. „Wir blicken mit viel Optimismus in die Zukunft und empfinden überhaupt keinen Zeitdruck, dort heute oder morgen auszusteigen“, sagte Deutschland-Chef Jörg Rockenhäuser der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe). Es gehe vielmehr darum, weiteres Wachstum zu schaffen, um den Kurs nach oben zu treiben. Die Aktie des Medienunternehmens hatte ihren Wert nach einer Existenzkrise im Jahr 2008 verzwanzigfacht, zuletzt war der Kurs aber wieder gefallen. In den vergangenen Wochen hatten immer wieder Gerüchte über einen möglichen Verkauf noch in diesem Jahr die Runde gemacht.

Auch den Modekonzern Hugo Boss will Permira offenbar noch über dieses Jahr hinaus halten. „Wir haben es mit einem Verkauf nicht eilig“, sagte Rockenhäuser. Hugo Boss solle in den USA deutlich wachsen, allerdings aus eigener Kraft.

„Zukäufe sind derzeit nicht geplant.“ Der Permira-Manager erklärte, die Investoren der Beteiligungsgesellschaft könnten sicher davon ausgehen, ihr Geld wiederzusehen. Der aktuelle und größte Fonds mit einem Volumen von elf Milliarden Euro sei wieder positiv bewertet. Nach dramatischen Kursverlusten bei ProSieben Sat.1 und anderen Unternehmen drohten den Geldgebern Permiras zeitweise deutliche Verluste.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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