Streik der Piloten verhindert
Einigung bei Tui-Tarifverhandlungen

Die Pilotengewerkschaft Cockpit einigt sich letztlich doch mit Tui bei den Tarifverhandlungen für die knapp 500 Tui-Piloten womit ein möglicher Streik abgewendet werden konnte.

HB HANNOVER. „Wir haben uns geeinigt und ein Ergebnis erzielt“, verlautete am Donnerstag aus den Kreisen. Details der Vereinbarung wurden zunächst nicht bekannt. Tui und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) wollten noch am Nachmittag eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlichen, hieß es aus den Kreisen.

Tui hatte im vergangenen Herbst angekündigt, die Arbeitszeiten und Gehälter der Piloten der größten Ferienfluggesellschaft von Tui, Hapag-Lloyd Flug, dem Niveau der eigenen Billigflugtochter Hapag-Lloyd-Express und anderer kostengünstiger Anbieter anzupassen.

Nachdem Cockpit Ende April die Verhandlungen zunächst für gescheitert erklärt hatte, hatten sich bei einer Urabstimmung 99 Prozent der Piloten für einen Streik ausgesprochen. Dennoch wurde parallel weiterverhandelt. Tui forderte - wie auch andere Unternehmen der Branche - eine weit reichende Öffnung der Arbeitszeiten und Mehrarbeit sowie Einschnitte bei Gehältern und Sonderzahlungen.

Wegen der starken Konkurrenz von Billigfluglinien und der trotz eines Aufschwungs immer noch unsicheren Lage im Flug- und Reisegeschäft sind wie Hapag-Lloyd Flug auch andere klassische Ferienfluggesellschaften unter Druck geraten und müssen ihre Kosten massiv senken.

Bei Hapag-Lloyd Flug sollen insgesamt 70 Millionen Euro im Jahr gespart werden. Auch beim finanziell angeschlagenen Konkurrenten Thomas Cook laufen Gespräche über Einschnitte bei Gehältern und Arbeitsbedingungen bei dessen deutscher Flugtochter Condor. Diese war im vorigen Jahr auf Grund ihrer hohen Kosten und der schwachen Auslastung maßgeblich für einen Konzernverlust verantwortlich. Die viertgrößte Ferienfluggesellschaft LTU will die Ende 2001 wegen der drohenden Insolvenz beschlossenen Gehaltskürzungen von zehn Prozent nicht wie geplant in diesem Jahr, sondern erst in drei Jahren wieder aufheben.

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