Streik in Belgien Bahnverkehr ist weiterhin eingeschränkt

Im Bahnverkehr in Belgien geht es weiterhin schleppend voran. Der Streik wird fortgesetzt. Passagiere müssen mit Störungen und Ausfällen rechnen. Doch für internationale Reisende soll sich die Lage bessern.
Bei ICE-Verbindungen müssen Passagiere weiterhin mit Ausfällen und Störungen rechnen. Quelle: dpa
Bahnstreik

Bei ICE-Verbindungen müssen Passagiere weiterhin mit Ausfällen und Störungen rechnen.

(Foto: dpa)

BrüsselDer Streik im belgischen Zugverkehr geht weiter. Für internationale Reisende sollte sich die Lage am Mittwoch aber bessern. Thalys-Schnellzüge sollten wieder zwischen Deutschland und der belgischen Hauptstadt Brüssel verkehren. Bei ICE-Verbindungen müssen Passagiere weiterhin mit Ausfällen und Störungen rechnen. Die Deutsche Bahn wollte zum Teil als Ersatz Busse zwischen Aachen und Brüssel einsetzen.

Hochgeschwindigkeit mit Beilagensalat
1,8 Milliarden Kilometer
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Die Deutsche Bahn hat etwa 250 ICE verschiedener Generationen im Einsatz, die jährlich eine halbe Million Kilometer unterwegs sind. Seit 1991 hat die immer wieder gewachsene Flotte 1,8 Milliarden Kilometer zurückgelegt.

Völlig neues Reisegefühl
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Der ICE 1 ist auf Höchstgeschwindigkeiten von 280 Stundenkilometern ausgelegt. Für Bahnfahrer bot er 1991 ein völlig neues Reisegefühl: Anders als beim Intercity konnten sie auf einmal ohne lästiges Türenöffnen bequem durch den ganzen Zug laufen, sogar Telefonzellen waren an Bord.

Seit 1996 ist der ICE 2 im Einsatz, mit dem sich zwei Zugeinheiten koppeln und unterwegs wieder trennen lassen. 1999 kam der ICE T, ein Jahr später der ICE 3, der erste serienmäßige Zug für Tempo 300. Der ICE 4 soll im Herbst in den Probebetrieb gehen.

ICE 4
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Wenn Ende 2017 die jüngste ICE-Generation aufs Gleis kommt, ist die Höchstgeschwindigkeit auf 250 Stundenkilometer beschränkt – den Vorgänger bejubelte die Bahn noch als Deutschlands ersten Zug für Tempo 300.

Schneller Nachzügler
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Die Bundesbahn gab 1983 einen „Intercity Experimental“ in Auftrag, zwei Jahre später übergab die Industrie das erste Modell. Dieser Versuchszug knackte im November 1985 erstmals die Marke von 300 Stundenkilometern.

Andere Länder waren weit voraus: In Frankreich fährt der Hochgeschwindigkeitszug TGV seit 1981. Japan hat seinen Shinkansen gar seit 1964 in Betrieb.

Konkurrenz für Auto und Flugzeug
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Zum Start des ICE warb die damalige Bundesbahn mit dem Spruch: „Halb so schnell wie das Flugzeug und doppelt so schnell wie das Auto“. Manch einer klagt zwar über die hohen Preise, aber der Hochgeschwindigkeitszug macht das Bahnfahren zu einer Alternative. Flugverbindungen zwischen Frankfurt am Main und Köln sowie zwischen Berlin und Hamburg werden überflüssig.

Das Unglück von Eschede
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1998 erlebt der ICE seine schwärzeste Stunde: Am 3. Juni um 10.58 Uhr entgleist der ICE 884 „Wilhelm Conrad Röntgen“ wegen eines gebrochenen Radreifens und prallt kurz vor dem niedersächsischen Bahnhof Eschede gegen eine Brücke. Bei dem schwersten Zugunglück in der Geschichte der Bundesrepublik sterben 101 Menschen.

Ärgernisse für Reisende
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Der ICE sorgt immer wieder für Ärger bei Fahrgästen: Verspätungen, Zugausfälle, defekte Klimaanlagen. Seit dem Bruch einer Achse bei einem ICE im Sommer 2008 müssen die Züge deutlich häufiger als sonst zur Inspektion. Dadurch stehen in der Folge kaum noch Züge als Reserve zur Verfügung - Züge fallen aus oder sind mit großen Verspätungen unterwegs. 2010 und 2011 plagen Probleme mit Klimaanlagen Teile der ICE-Flotte.

Beim belgischen Inlandsverkehr ist das Bild gemischt. In der Region Wallonie im Süden des Landes fiel am Morgen der Großteil der Züge aus, wie der Sender RTBF berichtete. Im Norden ist die Lage entspannter. Der Streik in Belgien richtet sich gegen die Sparpolitik der Mitte-Rechts-Regierung unter Premierminister Charles Michel.

  • dpa
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