Streik
Lufthansa-Konkurrenten stehen bereit

Seit dem Morgen wird die Lufthansa bestreikt. Doch Beobachter spüren davon bislang kaum etwas. Sollten doch noch vermehrt Flüge ausfallen, warten andere nur darauf.

HB FRANKFURT/BERLIN. Zumindest einem Wettbewerber hat der Streik offenbar bereits zusätzliche Fluggäste beschert. In den vergangenen Tagen sei die Nachfrage auf innerdeutschen Strecken und europäischen Städteverbindungen deutlich gestiegen, sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft Air-Berlin. Teilweise habe man auch größere Maschinen eingesetzt. Die höheren Buchungszahlen seien aber vermutlich nicht nur auf den angekündigten Streik, sondern auch auf die Hauptreisezeit zurückzuführen, sagte die Sprecherin der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft.

Indirekt ist Air Berlin ebenfalls vom Streik betroffen. Die Gesellschaft lässt ihre Flugzeuge in Dresden, Leipzig, Stuttgart und Bremen von Lufthansa-Technikern warten. Das Unternehmen habe aber an den vier Flughäfen kurzfristig eigene Techniker einsetzen können, berichtete die Sprecherin. Deshalb sei der Flugverkehr von Air Berlin zunächst nicht beeinträchtigt worden.

Auch die Deutsche Bahn steht bereit. Sie will bei entsprechendem Andrang von Fahrgästen Sonderzüge einsetzen, wie ein Unternehmenssprecher in Berlin sagte. Bislang sei dies aber noch nicht nötig. "Die Züge sind gut gefüllt, aber nicht überfüllt." Dies liege auch an der Urlaubszeit. "Wir sind in Hab- Acht-Stellung", sagte der Sprecher. In Frankfurt am Main und Hamburg, den bisherigen Schwerpunkten des Streiks, sei das Personal an den Bahnhöfen verstärkt worden.

Bis Montag Nachmittag war der Verkehr der Lufthansa aber offenbar nicht beeinträchtigt. Der Verkehr lief trotz des Streiks weitgehend normal. An den Schaltern im Frankfurter Flughafen zum Beispiel waren weder lange Warteschlangen zu sehen, auch keine wütenden Passagiere, die stundenlang auf ihren Flug in die Ferien warten müssen und auf den Lufthansa-Streik schimpfen. Der seit Wochen angekündigte Ausstand der Boden- und Kabinenmitarbeiter bei Lufthansa geht an Deutschlands größtem Flughafen zumindest am Montag scheinbar spurlos vorüber.

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