Streik
Ruhe vor dem Sturm am Frankfurter Flughafen

Am Frankfurter Flughafen treten um 15 Uhr rund 200 Vorfeldmitarbeiter in den Streik. Es wird mit zahlreichen Flugausfällen und Verspätungen gerechnet.
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FrankfurtTouristen und Geschäftsreisende rollen mit ihren Trolleys durch den Abflugbereich des Terminal 1. Auf der großen Flugtafel im Abflugbereich werden kaum Verspätungen angezeigt. Alles scheint mit Ausnahme bei der Lufthansa nach Plan zu laufen.  Zwei Flüge nach Kairo und Madrid gehen sogar früher. Statt um 15.10 Uhr starten die Maschinen nun schon um kurz vor drei. Vorsorge vor dem Streik.

Von der Arbeitsniederlegung der Verkehrsdisponenten, Vorfeldlotsen und Flugzeug-Einweiser bekommen die meisten Passagiere aber noch nichts mit. In der Gastronomiemeile essen die Menschen gemütlich zu Mittag, während auf den Leinwänden vor ihnen gerade die große Flugtafel aus Terminal 1 im TV zu sehen ist. Die ersten Live-Schaltungen der Fernsehsender aus dem Flughafen Frankfurt laufen.

Die Berichterstatter sind schon vor Ort. Wo die in der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) organisierten Vorfeldmitarbeiter später streiken werden, ist noch unklar. Noch ist von ihnen nichts zu sehen und zu hören, obwohl sie gleich den Flugverkehr an Deutschlands wichtigstem Drehkreuz zum Erliegen bringen wollen.  Der Flughafenbetreiber Fraport hat dagegen schon eine Stellungnahme angekündigt. Um 16 Uhr will Fraport-Vorstand Peter Schmitz sich zu den Auswirkungen des Streiks auf den Flugbetrieb äußern. Der Streik der Vorfeldmitarbeiter soll bis 22 Uhr andauern. Für Donnerstag hat die Gewerkschaft zwischen 8 und 22 Uhr einen erneuten Ausstand angekündigt.

Der GdF-Bundesvorstand Tarif und Recht, Markus Siebers, schätzte am Mittwoch, dass am heutigen ersten Streiktag rund 400 Flüge von der Arbeitsniederlegung betroffen sein werden. Das sind etwa 30 Prozent des täglichen Verkehrs am Flughafen Frankfurt. Dort werden täglich im Schnitt 1300 Starts und Landungen abgewickelt.

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