Streik verboten: Vorfeldmitarbeiter müssen wieder an die Arbeit

Streik verboten
Vorfeldmitarbeiter müssen wieder an die Arbeit

Das Arbeitsgericht Frankfurt hat den Streik der Vorfeldmitarbeiter verboten. Die Beschäftigten müssen wieder an die Arbeit. Die Gewerkschaft verzichtet auf eine Berufung, erneute Ausstände sind dennoch möglich.
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FrankfurtDie Vorfeldmitarbeiter am Frankfurter Flughafen müssen ihren Streik sofort beenden. Das entschied das Frankfurter Arbeitsgericht fast zwei Wochen nach Beginn des Arbeitskampfes. Das Gericht erließ am Mittwoch auf Antrag des Flughafenbetreibers Fraport und der Lufthansa eine Einstweilige Verfügung gegen die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF). Der Streik sollte noch bis Donnerstag früh um 5 Uhr dauern. Der seit knapp zwei Wochen andauernde Arbeitsausstand sei illegal, erklärte das Gericht. Die Friedenspflicht sei verletzt.

Die GdF habe auf eine Berufung gegen die Einstweilige Verfügung verzichtet, berichtet eine Sprecherin des zuständigen Landesarbeitsgerichts Hessen. Damit müssen die rund 200 Vorfeldbeschäftigen sofort wieder zur Arbeit. Man werde sich schnell mit Fraport über die schnelle Beendigung des Streiks beraten, hatte zuvor der GdF-Vorsitzende Michael Schäfer gesagt.

Der Arbeitsrichter Matthias Kreutzberg-Kowalczyk nannte formale Gründe für seine Entscheidung. Die GdF hatte seiner Einschätzung nach mit zwei Detailforderungen gegen die Friedenspflicht aus dem alten Fraport-Tarifvertrag verstoßen. Dabei ging es um Arbeitsschutzregelungen und ein Nachtschichtverbot für ältere Mitarbeiter. Die Gewerkschaft sei frei, jederzeit wieder einen Streik ohne diese beiden Forderungen zu beginnen, sagte Kreutzberg-Kowalczyk. Zur Verhältnismäßigkeit des Streiks äußerst sich das Gericht nicht.

Zuvor hatte Kreutzberg-Kowalczyk die GdF und die beiden Konzerne nochmals zu einer gütlichen Einigung aufgerufen - die Streitparteien lehnten ab. Am Vortag hatte derselbe Richter den Unterstützungsstreik der Fluglotsen für die Vorfeldleute als unverhältnismäßig eingeschätzt und ebenfalls gestoppt. Der Flughafenbetreiber Fraport hat seine Schäden aus dem Streik seit Donnerstag vorvergangener Woche auf 3,5 Millionen Euro beziffert. Die Lufthansa spricht bislang von hohen zweistelligen Millionenverlusten.

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Lufthansa prüft Schadensersatz-Klage

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  • Was fordert die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF)?
    Die GdF will außerordentlich hohe Zuwächse bei den Gehältern durchsetzen. Ein Vorfeldkontrolleur soll künftig 79.600 statt 53.000 Euro im Jahr erhalten, ein Disponent soll statt 41.700 auf 54.100 Euro und ein Vorfeldaufseher ebenfalls auf diesen Betrag kommen, nach 37.200 Euro bisher. Das sind Steigerungen zwischen 30 und 47 Prozent.

  • Oh je,
    Sie armseliger Wicht. Wahrscheinlich knechten Sie frustriert in einem jämmerlichen Bürojob, wollen dass es allen anderen wenn schon nicht schlechter wenigstens genauso schlecht wie Ihnen geht und missgönnen noch dem ärmsten Schwein ein paar Euro mehr. Zum Glück bin ich finanziell unabhängig und nicht auf den "Goodwill" Ihresgleichen angewiesen...

  • @ Ray
    "Ich wäre für Entlassung der Streikenden die so schamlos als Minderheit so viele Menschen schädigen!"

    Neid eines selbst Machtlosen?

    Bei vielen Firmen ist nunmal Arbeitskampf das einzige Mittel, das diese verstehen....mit Bitte, bitte machen kommt man da nicht weiter ;-)

    Sie sollten mal genauer lesen - "nach monatelangen Verhandlungen" und "Ablehnung des Schlichtervorschlages" durch Fraport" stehtda irgendwo soviel zum Bitte, bitte machen

    Und zu diesen Firmen gehören fast alle großen Arbeitgeber und AG´s^^ (komischerweise nehmen die alle lieber milliarden Verluste hin bevor sie auch nur einen Cent zugeben...)

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