Streikankündigung
Fluglotsen lehnen Gesprächsangebot ab

Statt an den Verhandlungstisch zurückzukehren, geben sich die Fluglotsen kämpferisch: Schon Anfang nächster Woche soll der Flugverkehr lahmgelegt werden.
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Die Fluglotsen haben ein neues Gesprächsangebot der Deutschen Flugsicherung (DFS) abgelehnt und bereiten weiter einen Streik vor. Der Flugverkehr in Deutschland soll nächste Woche lahmgelegt werden.

Die DFS habe der Lotsengewerkschaft GdF drei Termine angeboten, um die Tarifverhandlungen wieder aufzunehmen, teilte die Flugsicherung mit. Ein neues Tarifangebot gebe es vorerst nicht. Basis für die Verhandlungen solle die vor einer Woche nachgebesserte Offerte sein, hieß es.

Den Arbeitnehmervertretern reicht das bei weitem nicht. „Die Situation hat sich dadurch überhaupt nicht verändert“, sagte GdF-Verhandlungsführer Dirk Vogelsang. Die Flugsicherung habe inhaltlich nichts Neues geboten. Ein „substanziell verbessertes Tarifangebot“ sei aber Voraussetzung für die GdF, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Ansonsten werde wie geplant Anfang nächster Woche gestreikt. Die Arbeitsniederlegung werde 24 Stunden vorher angekündigt.

Ursprünglich wollten die Fluglotsen am Donnerstag für sechs Stunden streiken - etwa 2500 Flüge wären betroffen gewesen, zehntausende Passagiere hätten an den Airports festgesessen. Ein Gericht verbot den Streik jedoch kurzfristig. Der Tarifstreit zwischen Gewerkschaft und Flugsicherung hatte sich über Monate zugespitzt und war zuletzt eskaliert. Die Lotsen fordern mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen - allen voran weniger Überstunden. Wegen des angedrohten Streiks hatten die Fluggesellschaften ein Chaos auf den deutschen Flughäfen mitten in der Hauptreisezeit befürchtet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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