Streikpause
GDL gönnt Arbeitgebern Atempause

Die Lokführergewerkschaft GDL hat in der Nacht zum Samstag einen 47-stündigen Streik beendet. GDL-Chef Weselsky wolle den Arbeitgebern Zeit geben, sich zu sortieren. Zugleich äußerte er Kritik an „Scheinangeboten“.
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Berlin/Frankfurt/MainDie Lokführergewerkschaft GDL hat für die nächste Woche eine Streikpause angekündigt. Die Gewerkschaft wolle den Arbeitgebern Zeit geben, sich zu sortieren, sagte GDL-Chef Claus Weselsky am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. „Bei weiteren Streiks wird der Schaden für die Unternehmen noch größer, insofern brauchen die Zeit, um sich sortieren, die werden wir ihnen geben.“

Die GDL hatte in der Nacht zu Samstag einen 47-stündigen Streik bei den Bahn-Konkurrenten beendet. Weselsky sprach von einem „vollen Erfolg“. Die GDL sei mit insgesamt 1.100 Lokführern im Streik gewesen.

Auch nach dem Ende der Aktionen könne es aber vereinzelt zu Behinderungen im Bahnverkehr kommen.

Weselsky äußerte zugleich scharfe Kritik an der Arbeitgeberseite - Arbeitgeber versuchten, über Aussperrungen von Lokführern sowie durch „Scheinangebote“, die Streikfront zu brechen. Dies sei eine „Kampfansage, die den Konflikt verschärft und die Auseinandersetzung in eine Härte bringt, die aus meiner Sicht nicht mehr nachvollziehbar ist“. Die GDL werde darauf die entsprechende Antwort geben mit noch intensiveren Arbeitskampfmaßnahmen, falls die Arbeitgeber sich nicht bewegten und es keine verhandlungsfähigen Angebote gebe.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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