Streiks bei Alitalia und SAS
Italiener und Schweden bleiben am Boden

Im Süden und Norden kommt es am Mittwoch zu massenhaften Flugausfallen. Die italienische Fluggesellschaft Alitalia wird wegen eines wilden Streiks wohl etliche Flüge absagen müssen. Auch die skandinavische Fluggesellschaft SAS wird bestreikt.

HB ROM/STOCKHOLM. Bis zu 220 Flüge könnten betroffen sein, teilte Alitalia in Rom mit. Am Dienstag seien bis 19 Uhr wegen der Arbeitsniederlegungen 170 Flüge annulliert worden. Teile des Bodenpersonals protestieren mit dem Streik gegen die geplante Umstrukturierung, die eine Ausgliederung der Bodendienste aus dem Unternehmen vorsieht. Die großen Gewerkschaften unterstützen den Ausstand jedoch nicht. Am Mittwoch ist ein Treffen zwischen den Gewerkschaften und der Regierung über den Umstrukturierungsplan vorgesehen.

Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Proteste zu zahlreichen Ausfällen geführt. Die Streiks bewirkten, dass tausende Flugpassagiere an italienischen Flughäfen festsaßen. Der Arbeitskampf dürfte auch die Finanzen der Verluste schreibenden Gesellschaft weiter belasten. Der italienische Staat, der in der Vergangenheit immer wieder rettend bei Alitalia eingreifen musste, hält nach der jüngsten Kapitalerhöhung nur noch knapp 50 Prozent der Anteile an dem Unternehmen.

Auch die Scandinavian Airlines Systems (SAS) hat für Mittwoch mehr als 200 Flüge vom Kopenhagener Flughafen Kastrup wegen eines Pilotenstreiks abgesagt. Wie aus dem SAS-Hauptquartier in Stockholm mitgeteilt wurde, könnten bei einer Fortdauer des Ausstandes nur Interkontinental-Verbindungen abgewickelt werden.

Die dänischen SAS-Piloten waren am Wochenende wegen eines Streits um angekündigte Stellenstreichungen und Anstellungsbedingungen in den Ausstand getreten. Die Unternehmensleitung will die Aktion per Eilverfahren vor einem Arbeitsgericht für illegal erklären lassen.

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