Streiks im Weihnachtsgeschäft
Verdi macht Real-Spitze Druck

Weil das Gehalt der Real-Mitarbeiter nicht angehoben werde, droht Verdi der Supermarktkette jetzt mit Mitarbeiter-Streiks – ausgerechnet vor Weihnachten. Die Geschäfte sollen trotzdem geöffnet bleiben.

DüsseldorfDie Beschäftigten der Supermarktkette Real machen sich mit Streiks mitten im wichtigen Weihnachtsgeschäft für eine Rückkehr der Supermarktkette in die Tarifbindung stark. Mitarbeiter von Real-Märkten in über 30 Städten in Nordrhein-Westfalen seien zu Ausständen aufgerufen worden, teilte die Gewerkschaft Verdi am Freitag mit. Die Streiks sollten am Samstag fortgesetzt werden.

Der Vorstand des Real-Mutterkonzerns Metro habe die Dividende für die Aktionäre angehoben, gleichzeitig werde aber durch den Abschied aus dem Tarifvertrag die für den Handel vereinbarte Lohnerhöhung bei Real nicht umgesetzt, kritisierte Verdi. Ein Real-Sprecher betonte, die Märkte blieben trotz der Proteste geöffnet. „Wir haben uns vorbereitet“, sagte er.

Die Supermarktkette Real mit über 37.000 Beschäftigten hatte im Juni den Abschied aus dem Flächentarifvertrag der Handelsbranche verkündet. Das Management wolle mit Verdi einen Haustarifvertrag aushandeln, bekräftigte der Real-Sprecher. „Die Beschäftigten sollen die Zukunft des Unternehmens aus der eigenen Tasche finanzieren“, hatte dagegen die NRW-Landesfachbereichsleiterin Handel, Silke Zimmer, erklärt.

„Das werden wir nicht zulassen.“ Der Real-Mutterkonzern Metro hatte in der Vergangenheit erklärt, die Kosten lägen bei Real deutlich höher als bei Wettbewerbern. Bekomme man dies nicht in den Griff, werde die Lage für Real „mittelfristig sehr bedrohlich“.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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