Streit mit dem Kartellamt
Zugeständnisse von Edeka und Tengelmann

Beim geplanten Kauf der Tengelmann-Discountkette Plus durch Edeka wollen die beteiligten Konzerne offenbar Zugeständnisse gegenüber dem Kartellamt machen. Einem Medienbericht zufolge könnte Edeka einen Teil der Filialen sofort nach dem Kauf wieder abgeben.

HB DÜSSELDORF. Tengelmann und Edeka hätten angeboten, bis zu 400 der 2 900 deutschen Plus-Filialen zu verkaufen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ ohne Angaben von Quellen in ihrer Samstagausgabe. Zudem wollten beide Konzerne - anders als zunächst geplant - darauf verzichten, ihren Einkauf zusammenzulegen. Allerdings sei offen, ob die Zugeständnisse ausreichten, um das Kartellamt umzustimmen.

Das Bundeskartellamt hatte am Freitag die Prüffrist für den Fall auf den 20. Juni verlängert. Als Grund für die Verzögerung gab die Behörde Vorschläge der betroffenen Unternehmen für „mögliche Nebenbestimmungen“ an, die erst geprüft werden müssten. Das Kartellamt sieht den Wettbewerb gefährdet, weil der Zusammenschluss zu einer „überragenden Marktstellung“ führen würde.

Edeka will die Plus-Filialen in Deutschland in ein Gemeinschaftsunternehmen mit seiner eigenen Billigkette Netto Marken-Discount überführen, in dem Edeka mit 70 Prozent das Sagen haben soll. Damit wollen die Händler im hart umkämpften Discount-Markt Boden auf die Marktführer Aldi und Lidl gutmachen. Zusammen kommen Plus und die etwa halb so große Edeka-Kette Netto auf mehr als elf Milliarden Euro Umsatz.

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