Streit um Anzag-Anteile
Celesio zieht vor Gericht

Der Stuttgarter Pharmahändler Celesio AG streitet mit dem Konkurrenten Sanacorp um das 24,99-prozentige Aktienpaket, dass dieser an dem Frankfurter Pharmagroßhändler Andreae-Noris Zahn AG (Anzag) hält und will seine Ansprüche nun gerichtlich durchsetzen. Der Konzern habe ein Vorkaufsrecht für Aktien, die derzeit von Sanacorp gehalten werden, sagte ein Celesio-Sprecher am Dienstag in Stuttgart.

HB STUTTGART. „Wir wollen, dass es bestehen bleibt.“ Sanacorp bestreitet eine solche Verpflichtung. Der von der Celesio-Tochter Altiro angestrebten einstweiligen Verfügung werde die Firma daher entgegentreten, teilte Sanacorp mit.

Am 15. November will das Landgericht München über den Streit entscheiden. Die einstweilige Verfügung würde die Fusion von Sanacorp mit der französischen CERP Rouen blockieren. Durch die Übertragung der Anzag-Anteile an die neue Holding sieht Celesio seine Rechte verletzt. Sanacorp hält knapp 25 Prozent an Anzag, wovon Celesio die Hälfte beansprucht. Die Stuttgarter halten bisher gut 13 Prozent. Eine Übernahme von Anzag durch Sanacorp war am Widerstand des Kartellamts gescheitert.

Die Apothekergenossenschaften CERP Rouen und Sanacorp hatten im Mai grünes Licht für die Gründung einer gemeinsamen Holding in Italien erhalten – des größten apothekereigenen Großhandelsunternehmens in Europa. Auch nach einem Zusammenschluss kämen CERP Rouen (Jahresumsatz 3,3 Mrd. Euro) und Sanacorp (2,5 Mrd. Euro) nur auf einen Bruchteil der Marktanteile von Celesio. Der Stuttgarter Konzern erlöste 2006 Erlöse von knapp 22 Mrd. Euro, rund vier Fünftel davon im Großhandel.

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