Streit um Mieterhöhungen
Dresden will Gagfah möglicherweise verklagen

Auf den Wohnungskonzern Gagfah kommen vielleicht erhebliche Forderungen zu: Dresden will die MDax-Firma möglicherweise verklagen. Hat der Konzern unerlaubt Mieten erhöht, nachdem er Wohnungen von der Stadt kaufte?
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DresdenDem Wohnungskonzern Gagfah droht eine Klage der Stadt Dresden. Die Stadt habe Gagfah informiert, möglicherweise eine Klage gegen Tochtergesellschaften einzulegen, teilte der
MDax-Konzern am Freitag mit. Mögliche Ansprüche seien nicht beziffert worden, die Stadt habe aber angedeutet, dass die Forderungen wesentlich sein könnten.

Streitpunkt sind laut Gagfah angebliche Verletzungen bestimmter Verpflichtungen, die der Konzern bei der Privatisierung von Wohnungen der WOBA-Gesellschaft eingegangen sei. Diese Gesellschaft hatte der Konzern vor einigen Jahren von der Stadt Dresden übernommen und danach Mieten erhöht. Dies führte offenbar zu Unmut, weil Gagfah sich schon 2007 gezwungen sah, Spekulationen zurückzuweisen, „dass zwischen den Mietanpassungen und der Privatisierung ein Zusammenhang besteht“.
Der Konzern betonte am Freitag, die Verpflichtungen aus dem Privatisierungsvertrag eingehalten zu haben. Gagfah sei der Auffassung, dass ihr Verständnis des Kaufvertrags richtig sei und wolle sich gegen Forderungen verteidigen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • @Berliner_Regeln

    Es gibt eine Sozialcharta an welche sich die Gagfah nach dem Erwerb der ehemaligen Woba Genossenschaft halten muss.
    Diese haben die Gagfah in einigen Fällen nicht eingehalten.
    In den meisten Fällen hat die Gagfah Top Immobilien weiter verkauft und der neue Besitzer hat sich ebenfalls an die Sozialcharta zu halten und dies nicht gemacht. Mieten erhöht und die Mieter welche ein Vorkaufsrecht haben, nicht gefragt, daher nun diese Klagen gegen die Gagfah.
    Bitte Unterlassen sie Provinzpolitiker, wenn sie Informationen möchten einfach noch ein bisschen weiter suchen oder die einheimische Zeitung Online lesen, in diesem Fall die SZ-Online.

  • Wo ist denn hier der Kern der Information?

    Will Dresden nun einen Teil des Kaufpreises aus dem Weiterverkauf von den nicht einmal 10% veräußerten Immobilien oder will es den Teil der u.U. überhöhten Mieterhöhungen?
    Gagfah kaufte für 1,7 Mrd., Dresden will bis zu 925 Millionen nach 4 Jahren!? Wie soll so etwas zusammenpassen, wo ist denn der einklagbare, entstandene Schaden (in Verträgen sind idR keine so spezifischen Regelungen vereinbart) und warum läuft der Vorgang scheinbar schon seit dem Jahr 2007....was ist denn in der Zwischenzeit geschehen?
    Ist das nur der hilflose Versuch von Provinzpolitikern Gespräche für einen Rückererwerb zu beginnen?

    Lese ich hier eigentlich noch Handelsblatt oder nur noch einen dpa-Ticker ?

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