Streit um Provisionen
Reisebüros drohen Lufthansa mit Boykott

Im Streit um das neue Vertriebssystem der Lufthansa werden die Reisebüros nun deutlich: Sollte sich die Lufthansa nicht bewegen, wollen die Dienstleister vom 16. bis zum 18. Februar keine Reservierungen bei der Lufthansa tätigen und auch keine Tickets ausstellen.

HB FRANKFURT. Dies beschlossen am Mittwoch rund 630 Vertreter von Reisebüros in Frankfurt, wie der Deutsche Reisebüro und Reiseveranstalter Verband (DRV) mitteilte. Notfalls werde es zudem eine zweite Boykott-Phase vom 1. bis zum 6. März geben.

Die Lufthansa erklärte nach der Entscheidung, das neue Modell und der Zeitpunkt der Einführung stünden nicht zur Disposition. Das Unternehme biete den Reisebüros allerdings technische wie auch finanzielle Unterstützung für die Umstellung an, sagte Sprecherin Amélie Lorenz. Dazu würden weitere Gespräche mit dem DRV geführt. Ein Boykott würde sich letztendlich gegen die Kunden richten.

Die Lufthansa hatte vergangenes Jahr angekündigt, die bisher an die Reisebüros gezahlten Provisionen für den Verkauf von Flugtickets vom 1. September an streichen zu wollen. Die Vergütung lag bislang zwischen fünf und neun Prozent. Stattdessen sollen die Reisebüros ihre Kosten für Beratung und Verkauf den Kunden nun selbst berechnen. Nach Einschätzung des Verbandes werden durch die Neuregelung die Flugpreise steigen und Arbeitsplätze in den Reisebüros vernichtet. Andere Fluggesellschaften hatten angekündigt, dem Beispiel Lufthansa folgen zu wollen.

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