Streit wegen geplatzter Übernahme der Weka-Fachzeitschriften: Weka Verlag mit Millionen-Klage gegen Süddeutschen Verlag gescheitert

Streit wegen geplatzter Übernahme der Weka-Fachzeitschriften
Weka Verlag mit Millionen-Klage gegen Süddeutschen Verlag gescheitert

Der Weka Verlag hat den Süddeutschen Verlag wegen eines nicht zustande gekommenen Geschäfts auf Schadenersatz verklagt. Das Landgericht Augsburg entschied gegen Weka.

HB BERLIN. Das Landgericht Augsburg hat am Freitag eine Schadensersatzklage des schwäbischen Weka Verlages gegen den Süddeutschen Verlag (SV) abgewiesen. Es ging dabei um eine Forderung in Höhe von 76 Millionen Euro. Die 2. Handelskammer entschied in der Urteilsbegründung, dass der Weka Verlag keinerlei Schadensersatzansprüche habe. Es gebe auch keinen Nachweis für ein «betrügerisches Verhalten» durch den Süddeutschen Verlag.

Der Weka Verlag hatte wegen einer gescheiterten Übernahme von Weka-Fachzeitschriften durch SV geklagt. Weka-Geschäftsführer Wolfgang Materna sagte nach der Urteilsverkündung, sein Unternehmen habe nach einer abgewiesenen ersten Klage ein negatives Urteil erwartet. Er ließ offen, ob der Weka-Verlag in Berufung gehen werde.

Die Prozesskosten, die dem Weka-Verlag auferlegt wurden, werden auf zwei bis drei Millionen Euro geschätzt. Weka hatte zur Behandlung der Schadensersatzklage durch das Gericht bereits 770.000 Euro Gerichtskostenvorschuss gezahlt.

Beide Unternehmen hatten Anfang Mai 2001 die Übernahme der Fach- und Computerzeitschriftensparte von Weka durch SV für rund 157 Millionen Euro verkündet. Dazu war es aber aus kartellrechtlichen Gründen nicht gekommen.

Weka hatte SV vorgeworfen, er sei für das verhinderte Geschäft verantwortlich.

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