Streit zwischen Arbeitnehmervertretern und Vertretern der Anteilseigner
Karstadt-Quelle wird zerlegt

Mit harten Einschnitten im Kerngeschäft und der Trennung von Randsegmenten soll der angeschlagene Warenhaus- und Versandhandelskonzern Karstadt-Quelle aus den roten Zahlen gebracht werden. Das Unternehmen plant unter anderem den Verkauf von 77 der insgesamt 181 Warenhäuser und die Abgabe aller Fachgeschäftsketten. Außerdem ernannte der Aufsichtsrat einen neuen Finanzchef: Harald Pinger (44) wird diese Position am 1. Oktober übernehmen.

HB DÜSSELDORF/ESSEN. Wie viele Stellen dabei endgültig wegfallen werden, steht nach Angaben aus Aufsichtsratskreisen vom Dienstag auch nach der mehrstündigen Sitzung des Gremiums vom Vortag noch nicht fest. Der Konzern rechnet für das laufende Geschäftsjahr operativ mit einem Milliardenverlust.

Die Abschreibungen und die Kosten der Restrukturierungsmaßnahmen würden das Ergebnis des Geschäftsjahres 2004 einmalig in Höhe von bis zu 1,4 Milliarden Euro belasten, hatte Karstadt-Quelle bereits mitgeteilt. Die Pläne des Konzernvorstandes sähen aber vor, bereits im kommenden Jahr wieder ein „deutlich positives Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (Ebta)“ zu erzielen. Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis sowie zum weiteren Abbau der Nettofinanzverschuldung sei eine Kapitalerhöhung mit einem Emissionsvolumen von 500 Millionen Euro vorgesehen.

Kern des Sanierungsprogramms sei „die Refokussierung des Konzerns auf seine Stärken und Kernkompetenzen“. Das zum Teil bereits eingeleitete Desinvestitionsprogramm soll dem Konzern nach eigenen Angaben in diesem und im kommenden Jahr insgesamt 1,1 Milliarden Euro einbringen. Details wollte der neue Konzernchef Christoph Achenbach am Vormittag in Essen vorstellen.

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