Streubesitz der Post stiege auf mehr als die Hälfte
Eichel plant Verkauf von weiteren Post-Aktien an die KfW

Finanzminister Eichel will einem Bericht zufolge weitere Post-Aktien bei der bundeseigenen KfW parken. Mit der Transaktion will er die Neuverschuldung des Bundes in Grenzen halten.

HB BERLIN. Das Bundesfinanzministerium plant angeblich, sich von weiteren Anteilen an der Deutschen Post zu trennen. Die KfW Bankengruppe werde dem Bund Postanteile im Wert von bis zu 1,5 Milliarden Euro abkaufen. Das berichtete die «Welt am Sonntag» am Sonnabend unter Berufung auf Regierungskreise. Entsprechende Pläne werde Finanzminister Hans Eichel (SPD) in der kommenden Woche Pläne bekannt machen.

Eichel sei auf das Geld angewiesen, um die Kreditaufnahme des Bundes in Grenzen zu halten. Erst Ende November hatte die KfW ihren Anteil an der Post auf rund 36 Prozent senkt. Dazu hatte die Förderbank 5,7 Prozent der Post-Aktien ausschließlich an institutionelle Investoren veräußert.

Durch den Verkauf hatte Eichel zwar keine Einnahmen erzielt, denn die betroffenen Anteile waren zuvor vom Bund bei der KfW geparkt worden. Durch die Transaktion ist die KfW aber in die Lage versetzt worden, dem Bund weitere Post-Anteile abzunehmen. Eichel kann so Kurs schonend Erlöse realisieren, ohne dass die öffentliche Hand die Mehrheit an der Post verliert, weil die KfW vollständig im Bundesbesitz ist.

Legte man den Schlusskurs der Postaktie vom vergangenen Freitag in Höhe von 16,69 Euro zu Grunde, entspräche das geschätzte Erlösvolumen rechnerisch einem Anteil von rund acht Prozent am Grundkapital des Logistikdienstleisters. Der Bund hält bisher einen Anteil von etwa 20 Prozent an der Post. Der Streubesitz liegt bei etwa 44 Prozent und stiege durch die Transaktion auf mehr als die Hälfte des Kapitals.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%