Stromausfälle in NRW
Wintereinbruch verhagelt RWE-Weihnachtsstimmung

Die Verantwortung für die Stromausfälle im Münsterland hat RWE erneut zurückgewiesen. Der Vorfall sei nach heutiger Erkenntnis auf die extreme Wettersituation zurückzuführen. Zugleich wurde erstmals der Schaden für den Energieversorger selber beziffert.

HB ESSEN. Der Vorstandsvorsitzende der zuständigen Konzerntochter RWE Westfalen-Weser-Ems AG, Knut Zschiedrich, sagte am Dienstag in Essen, die Schäden an den Strommasten seien nach den aktuellen Erkenntnissen auf die extreme Wettersituation zurückzuführen und nicht auf Wartungsmängel.

„Schwere Eislasten und Orkanböen haben dazu geführt, dass sich die typischen Belastungen der Stromleitungen im westlichen Münsterland um mehr als das 15-Fache erhöht hatten“, betonte der Manager. Dadurch seien nicht nur Masten aus dem für Versprödung anfälligen Thomas-Stahl, sondern auch Masten aus den 90er Jahren umgeknickt.

Den für den RWE entstandenen Schaden bezifferte das Unternehmen auf mehr als 35 Mill. Euro. Diese Zahl habe sich nach ersten Schätzungen ergeben, sagte Vertriebsvorstand Berthold Bonekamp am Dienstag in Essen. „Sie können sich leicht vorstellen, dass derzeit so rechte Weihnachtsstimmung bei RWE nicht aufkommen will.“ Eine Widerholung der Ereignisse wollte er nicht grundsätzlich ausschließen. „Es gibt keine absolute Sicherheit“, sagte Bonekamp. RWE habe daher auch nicht grob fahrlässig gehandelt.

Die bisher ermittelten gut 35 Mill. Euro betreffen nach Angaben von RWE nur die Schäden auf Grund der insgesamt 82 umgestürzten Strommasten im Münsterland. Einnahmeausfälle wegen der ausgebliebenen Stromlieferungen seien hier noch nicht eingerechnet. Auf die Strompreise werden sich diese Schäden nach den Worten von Konzern-Vorstand Bonekamp nicht auswirken. Es gebe zwar keine Rückstellungen hierfür. Man werde aber versuchen, die Schäden über zusätzliche Kostensenkungen wieder auszugleichen.

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