Strompreiserhöhung für Haushaltskunden erwägt
RWE dreht 2005 womöglich an der Preisschraube

In diesem Jahr will Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE die Strompreise nicht erhöhen. Ab 2005 könnten aber steigende Kosten auf die Haushaltskunden zukommen. RWE denkt derzeit über eine weitere Erhöhung nach.

HB ESSEN. „Wir sind in der Kalkulation und in Gesprächen mit den Behörden“, sagte Konzernchef Harry Roels auf der Halbjahres-Pressekonferenz am Dienstag in Essen. RWE hatte zuletzt die Preise für die Haushaltskunden Anfang dieses Jahres um durchschnittlich drei Prozent erhöht. Die Versorger müssen höhere Strompreise für den Privatverbraucher bei den Wirtschaftsministerien der Bundesländer beantragen.

Der für den Stromvertrieb zuständige RWE-Vorstand Berthold Bonekamp begründete eine mögliche neuerliche Anhebung mit den gestiegenen Großhandelspreisen beim Strom, unter anderem infolge gestiegener Rohstoffkosten weltweit.

Zusätzlich zu den so genannten Tarifpreisen für die Gruppe der Haushaltskunden erwägt RWE eine Erhöhung der Gebühren für die Netznutzung im Hochspannungsbereich. Hier sei eine Anpassung notwendig, weil die durch das neue Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energie verursachte zunehmende Einspeisung von Windenergie das Netz belaste, sagte Bonekamp.

Bei den Netznutzungsentgelten habe es bei RWE keine Erhöhung seit Januar 2003 gegeben. Konkurrent Vattenfall Europe hatte im Frühsommer eine Erhöhung seiner Netznutzungsgebühren um 20 % angekündigt.

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