Studie
Die Marke Aldi verliert an Glanz

Deutschlands größter Discount-Supermarkt führt zwar weiter die Rangliste der wertvollsten Einzelhandelsmarken an. Doch die Konkurrenz holt in großen Schritten auf. Eine Kette freut sich über einen rasanten Aufstieg.
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DüsseldorfDie Drogeriemarktkette dm ist der große Gewinner unter den Einzelhandelsmarken in Deutschland. Einer Erhebung der Agentur Interbrand zufolge schnellte der Wert der Marke in diesem Jahr um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr nach oben und beträgt 485 Millionen Dollar (374 Millionen Euro). Damit liegt die Kette auf Rang 6 in Deutschland und verdrängt die Supermarktkette Rewe auf Platz 7 (plus fünf Prozent auf 459 Millionen Dollar).

Rewe und dm setzten konsequent Eigenmarken zur Weiterentwicklung der Marke ein, lobt Interbrand. Allerdings birgt diese Strategie auch Risiken. Denn gerade die Rewe-Eigenmarken waren im jüngsten Pferdefleisch-Skandal unter Druck geraten. Rewe hatte eigene Fertiggerichte zurückrufen müssen und daraufhin ein Versprechen abgegeben, künftig nur noch deutsches Rindfleisch verwenden zu wollen.

Im Markenranking der Einzelhändler weiter unangefochten auf Platz 1 liegt der Discountmarkt Aldi mit einem errechneten Wert von 2,9 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro). Allerdings bedeutet das einen Rückgang um sieben Prozent gegenüber 2012, nachdem bereits im Vorjahr ein Minus von elf Prozent zu Buche geschlagen hatte.

Interbrand lässt in die Bewertung unter anderem finanzielle Kennzahlen der Unternehmen einfließen, die Wirkung der Marke auf die Kaufbereitschaft der Kunden und die Markenstärke im Vergleich zur Konkurrenz.

Auf Rang zwei klettert Lidl mit einem Plus von acht Prozent auf 1,52 Milliarden Dollar und liegt damit knapp vor Edeka (1,5 Milliarden Dollar). Auf den weiteren Plätzen landen Media Markt und Kaufland.

Ausländische Einzelhandelsmarken überflügeln laut Interbrand allerdings den Wert der deutschen Konkurrenten deutlich So rangiert in Großbritannien die Supermarktkette Tesco mit einem Wert von 10,8 Milliarden Dollar auf Rang eins und in Frankreich Carrefour mit 10,3 Milliarden Dollar.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

Kommentare zu " Studie: Die Marke Aldi verliert an Glanz"

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  • Wenn sie gerne in 20er-Warteschlangen mit stinkendem, apathisch glotzendem Prekariat stehen, nachdem sie zuvor den Schrott in ihren Wagen geladen haben, immer darauf bedacht, nicht von einem rücksichtslosen Halbaffen mit seinem Hubwagen überfahren worden zu sein, sind sie bei Aldi an der richtigen Adresse

  • Ich finde nicht, dass Aldi an Glanz verliert, sondern DM an Glanz -zurecht- gewinnt.Ich weiß nicht wie Aldi im Norden ist, aber im Süden würde ich keinesfalls LIDL den Vorzug geben. Hier wird das Personal geknechtet, es ist unfreundlich und die Läden sehen dementsprechend aus.
    Markenprodukte sind genauso überteuert und wenn ich die Qualität der no-name Produkte vergleiche kann man gar nicht anders als sich FÜR ALDI zu entscheiden.

  • Ja, und beim ollen Kaiser Wilhelm war doch alles besser - son Quatsch

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