Studie
Discounter profitieren von steigenden Lebensmittelpreisen

Deutschlands Haushalte kaufen wegen steigender Lebensmittelpreise zunehmend bei Discountern wie Aldi oder Lidl: 70 (Vorjahr: 68) Mal war ein Durchschnittsverbraucher im vergangenen Jahr Kunde bei den Discountern und damit mehr als doppelt so oft wie in anderen großen Supermärkten, wie die Marktforscher von ACNielsen herausgefunden haben.

HB FRANKFURT. Je Einkauf seien dabei 17,99 (17,59) Euro ausgegeben worden, teilte ACNielsen am Montag in Frankfurt mit. Im Schnitt kaufte jeder Haushalt für insgesamt 1257 (1196) Euro bei Discountern ein. In anderen großen Supermärkten waren es 843 (824) Euro.

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden erhöhten sich die Lebensmittelpreise im vergangenen Jahr überdurchschnittlich. So müsse ein Durchschnittshaushalt mit einem Konsumbudget von monatlich 2000 Euro pro Monat rund 12,1 Prozent mehr für Lebensmittel zahlen als im Jahr 2005. Das entspreche 24,50 Euro Mehrkosten. Vor allem Milch, Brötchen und Butter verteuerten sich.

„Die Lebensmittelpreise spiegeln die Rohstoffknappheit wider. Der Preisanstieg wird daher keine Eintagsfliege bleiben“, sagte der Präsident des Bundesamtes, Walter Radermacher, in Frankfurt.

Insgesamt gaben die Haushalte in Deutschland der ACNielsen-Studie zufolge im Jahr 2007 knapp 132 Milliarden Euro für Güter des täglichen Bedarfs aus. Das waren rund 3,6 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Eine der Ursachen für die Mehrausgaben war neben höheren Lebensmittelpreisen die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent zum 1. Januar 2007.

Von den Mehrausgaben profitierten vor allem die Discounter: Sie weiteten ihren Anteil am Gesamtumsatz auf insgesamt 36,7 Prozent aus. Marktführer in dieser Sparte blieb Aldi: Bei Aldi gaben Deutschlands Haushalte im vergangenen Jahr im Schnitt 573 Euro aus, beim Branchenzweiten Lidl waren es rund 416 Euro.

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